Yamaha MX-1000

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Lennart hat ein kleines Meisterstück abgeliefert! Wir erhielten eine wirklich „dicke“ Endstufe von Yamaha aus dem Jahr 1988, die mit 2 mal 440 Watt Sinus an 4 Ohm angegeben ist, aber auch mal eben knapp 2 mal 1000 W Impulsleistung an 2 Ohm abgeben kann. Dazu werden bis zu 1.700 Watt aus dem Netz aufgenommen. Sie wiegt nur 20,5 Kg, was bei der Leistung recht wenig ist. Dies bringt eine spezielle Technk zustande, die in diesem Gerät insgesamt vier Endstufen zusammen arbeiten lässt. Zwei „normale, kleine“ Endstufen, arbeiten wie gewohnt und können alle Leistungen bis etwa 2 mal 150 Watt erbringen. Zusätzlich gibt es noch zwei „große“ Endstufen, die nur dann kurzzeitig angesteuert werden, wenn größere Leistung benötigt wird.

[Bild: dAvgi.jpg]

Hier sieht man nur einen Kanal, sechs der Endtransistoren gehören zur „großen“ Endstufe, die übrigen vier zur „kleinen“.

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Die nötigen Reserven kommen hierher: vier Siebelkos mit insgesamt 174.000 µF!

[Bild: gvE1O.jpg]

Diese Trafos liefern die Leistung, zweimal rund 850 Watt!

Defekt war an der Endstufe nichts, außer ein paar abgebrochenen Lautsprecherklemmen, die in vergoldete Polklemmen ausgetauscht werden sollten. Na, das ist ja Lennarts Spezialdisziplin!

So sehen die Klemmen im Original aus (wenn noch alles o.k ist) – dieses Bild ist aus dem Netz entliehen!
Lennart bereitete nach dem Ausbau der alten Klemmen wieder eine Acrylplatte vor, die passgenau befestigt wird und dann alle Bohrungen für Klemmen und Schrauben erhält. Er lackiert sie dann in schwarz. Auch hier gilt wie immer das Prinzip – alles kann zurückgebaut werden – es wird nichts unumkehrbar verändert!

[Bild: JHFI4.jpg]

Das Acryl ist schon fertig und bestückt.

[Bild: h9hRN.jpg]

Hier die Ansicht von der Rückseite.

[Bild: jIZmg.jpg]

Und nun eingebaut. Bei dieser Gelegenheit haben wir alle drei Lautsprecherrelais erneuert, die Kontakte waren natürlich nicht mehr ganz frisch.

[Bild: Z3B3k.jpg]

Hier etwas genauer – sieht nicht wirklich „umgebaut“ aus, oder?

[Bild: CCvnM.jpg]

Diese Polklemmen nehmen Bananenstecker und/oder (auch gleichzeitig, falls nötig) Kabel bis 10 qmm im Querloch auf.

Der Besitzer der Endstufe wollte zusätzlich noch ein neues Netzkabel (wurde montiert) und nach Möglichkeit eine blaue Beleuchtung des großen Displays. das ist für Lennart natürlich eine besondere Herausforderung.

So sieht das Display im Original aus – nicht wirklich jedermanns Geschmack. Auch dieses Bild wurde im Internet ausgeliehen.
Nachdem wir gemeinsam mit einigen unterschiedlichen Lampen, Gummiüberziehern in blau und Lampenfärbelack herum experimentiert hatten, entschlossen wir uns am Ende für eine Lösung mit LED’s! Dazu hatte Lennart, wie üblich, wieder kreative Ideen – schaut selbst:

[Bild: nhNgH.jpg]

Das ist eine vierfach-SMD-Super-LED, blau eingefärbt und in dem Reflektor hinter einem der drei Displays eingeklebt.

[Bild: Yu4Ob.jpg]

Hier die beiden anderen Reflektoren. Um die LED’s dort hinein zu bekommen, mussten sie erst einmal geöffnet werden und die Diffusionsfolie heraus genommen werden. Ach ja, die Lampen kamen vorher auch noch raus.

[Bild: ej5GH.jpg]

Hier kann man von der Seite her sehen, dass die Displays vorsichtig aus dem Rahmen gelöst werden mussten und dann erst abgeklappt werden konnten.

[Bild: 9oyfb.jpg]

Nachdem alles zusammen gebaut war, erhielt die Ziffern-Leistungsanzeige noch eine Extra-LED (auch blau eingefärbt) im Foto unten in der Mitte zu sehen. Lennart hat dann alles so verdrahtet, dass man den gesamten Anzeigebaustein noch heraus nehmen kann. Wir sind ja schließlich Service-Techniker!

[Bild: RTuXO.jpg]

Nach stundenlanger Tüftelei, hatten wir endlich ein Ergebnis, was nicht „gebastelt“ aussah, sondern so, als wäre die MX-1000 schon von Hause aus blau beleuchtet gewesen!

[Bild: JHjOz.jpg]
[Bild: y0mhq.jpg]

Hier kann man unter drei Paaren Lautsprechern frei auswählen, wenn man will auch alle drei gleichzeitig!

[Bild: 15Zvi.jpg]

Hier kann man wählen, ob die Gesamtlast 2, 4 oder 8 Ohm beträgt und rechts kann der Eingangspegel begrenzt werden.

[Bild: mMSZx.jpg]

Hier nochmal ein Blick von schräg oben.

Insgesamt betrachtet wohl extrem aufwändig, aber durchaus lohnenswert. Denn wer dieses Gerät nicht genau kennt, wird einfach nicht glauben, dass dieser Zustand nicht original ist. Die Fotos können das leider nur unvollständig wiedergeben.

Ich bin mal wieder richtig stolz auf meinen Sohn! [Bild: dance3.gif]

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