Yamaha YP-D6 - ein großartiger Plattenspieler von 1977

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1977 war ein Jahr, in dem auf dem Gebiet der High Fidelity wirklich viel los war. Das Angebot war nahezu unüberschaubar, neue Marken drängten, zusätzlich zu den schon sehr zahlreich vertretenen, in den Markt. Die Preise begannen, wegen der starken Konkurrenz zu fallen und man wusste kaum noch, was man nehmen sollte. Alle Marken unternahmen sehr große Anstrengungen, um als wirklich gute Marke da zu stehen. So auch Yamaha aus Hamamatsu in Japan. In diesem Jahr bot man allein bei Plattenspielern hierzulande schon drei direktangetriebene Modelle an (YP-D8, YP-D6 und YP-D3), dazu noch zwei Riemenangetriebene (YP-B2 und YP-2II). In Japan gab es noch mehr Modelle. Diese Geräte wurden zwischen rund 300 und 1000 DM angeboten, wobei die größten Modelle (YP-D6 und YP-D8) ohne Tonabnehmer geliefert wurden.

Vorgestellt wird hier der YP-D6, erstaunlich gut erhalten und technisch prima in Schuss, bis auf die Tatsache, dass der Motor sofort anlief, wenn man den Netzstecker in die Dose steckte und auch nicht wieder damit aufhören wollte – ärgerlich, aber nicht so schlimm.

Dieser Schalter, der erstaunlicherweise aus der
Schweiz kommt, wurde, da er stark abgenutzt war, durch einen ähnlichen, aber robusteren Schalter aus Japan ersetzt
Das ist der Kontakt, der schon stark abgenutzt ist. Das liegt hauptsächlich daran, dass dieser Schalter beim Schließen den Motor anlaufen lässt, wobei in diesem Augenblick kurzzeitig sehr große Ströme fließen. Die Ursache dafür, dass der Motor immer lief,
lag jedoch nicht an dem Schalter selbst.
Hier ist nun der neue Schalter bereits eingebaut. Ursache für den ständigen Betrieb lag darin, dass der weisse Hebel, der den Schalter betätigt, ihn nicht mehr ganz schloss.
Glücklicherweise ist der Schalter so befestigt, dass man seine Lage justieren kann. Wir haben die Kunststoffschrauben, mit denen der Schalter am Chassis befestigt war, gegen Stahlschrauben ausgetauscht, da die Kunststoffschrauben verklebt waren und beim Demontieren kaputt gingen.
Die Hozzarge aus Multiplex ist mit sehr stabilen Buchenholzklötzen verschraubt. An diesen wird das Chassis und auch die Bodenplatte verschraubt.
Der metallene Kasten schirmt die Tonabnehmerkabel ab,
die Wippe links im Bild ist die Liftbetätigung.
Hier ist die Geschwindigkeitsumschaltung mit den beiden Pitch-Potentiometern im Bild.
Die massive Bodenplatte ist 8fach verschraubt.
Unter dem Plattenteller findet man das übliche Zahnrad-Kurvenrad für die Tonarmrückführung am Plattenende.
Die Auslösung für die Abschaltung erfolgt optoeletronisch.
In diesem Exemplar ist ein Denon DL-103 montiert, welches jedoch völlig schief montiert war – wir haben das entsprechend korrigiert.
Hier der Plattenspieler im Ganzen – eine recht elegante Erscheinung, oder?
Auffällig ist die Farbe der Gummimatte, die wohltuend von dem
üblichen Anthrazit oder Schwarz abweicht.
Das schlichte Stroboskop-Gehäuse, links vorn montiert, beherbergt eine Glimmlampe.
Das Bedienfeld ist sachlich und schlicht, wie man das von Yamaha kennt,
es gibt keine Rätsel auf.
Die Headshell ist zwar passend, aber nicht original.
Die übliche Doppel-Kardan-Aufhängung des Tonarmes,
seitlich mit einer Antiskating-Vorrichtung ausgestattet.
Auch die getönte Abdeckhaube ist noch in erstaunlich gutem Zustand.
Auf der Rückseite findet man festmontierte Leitungen für Strom und Ton, die Haubenscharniere sind aus Metall und sehr stabil.

Ein wirklich schöner Dreher, der Zeit um 1977 recht gut repräsentiert.

Ein Kommentar für “Yamaha YP-D6 - ein großartiger Plattenspieler von 1977

  1. Moin,
    bin jetzt endlich mal dazu gekommen der Plattenspieler zu benutzen.
    Er spielt wunderbar an den von euch überholten Yamaha ca 2010 und funktioniert jetzt tadellos. Das System ist kein DL 103 sondern ein DL 301 ;-).
    Besten Dank und Grüße
    Oliver

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