YAMAHA A-960II

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So, heute wurde ein YAMAHA-Verstärker fertig, der mit der bekannt gewordenen X-Power-Technologie ausgerüstet ist – ein A-960II von 1982. Die Besonderheit dieses Verstärkers mit 2 mal 105 W Sinus an 8 Ohm und einem Gewicht von nur 10,6 kg ist sein Netzteil. Diese spezielle Technik, die mit einem wesentlich kleineren Netztrafo auskommt, wurde von dem Hifi-Pionier Bob Carver aus den USA entwickelt. Dabei wird mit Hilfe eines Triacs die Primärspannung (das sind unsere 230 Volt aus der Steckdose) am Netztransformator so gesteuert, dass die Spannung dort nur sehr klein ist, wenn wenig oder keine Leistung benötigt wird und kann innerhalb von Sekundenbruchteilen hochgefahren werden, wenn Leistung benötigt wird. Theoretisch genial, aber Yamaha baute die nächste Generation (AX-500/700/900) bereits wieder in traditioneller Bauweise. Dennoch haben die drei großen (A-760/960/1060) Verstärker von Yamaha noch immer einen hohen Beliebtheitsgrad, nicht zuletzt wegen ihrer auffälligen Optik.

Dieses Exemplar hatte den Hauptmangel aller dieser Modelle: kalte Lötstellen. Nicht nur ein paar, sondern wirklich hunderte davon! Zudem mussten drei Lampen und ein Schalter ersetzt werden. Zudem wurde der bekannte Rifa-Kondensator ausgetauscht, wegen dem YAMAHA seit Jahren eine Rückrufaktion am Laufen hat, weil sich diese in Deutschland produzierten Kondensatoren gerne mal mit einer Stichflamme und lautem Getöse ins Jenseits verabschieden. Die sehen so aus:

[Bild: oB5b9.jpg]

Hier ein Blick in das Innere des Gerätes von oben:

[Bild: apMO2.jpg]

Links der recht kleine Netztrafo, davor die Steuerung, auf der auch der bewusste Kondensator sitzt. Erstaunlich: Yamaha tauscht diese Kondensatoren bis heute für den Kunden kostenlos aus. So kulant ist wohl kein anderer Hersteller!

[Bild: x2mcZ.jpg]

Hier ein Blick von unten in das Gerät, die große Platine oben links ist die mit den vielen kalten Lötstellen.

[Bild: Dy9Sw.jpg]

So schaut er von vorne aus. Die viereckigen Drucktasten sind von hinten farbig beleuchtet, das macht den besonderen Charme dieser Geräte aus.

[Bild: 3VIhS.jpg]

Der „listening-level-monitor“ ersetzt Power-Meter. Man stelllt den Schieber auf eine bestimmte Leistung, die rote Leuchtdiode zeigt an,ob diese Leistung erreicht ist (LED an) oder unterschritten wird (LED aus).

[Bild: yd1Dk.jpg]

Ein aufwändiger Phono-Vorverstärker mit MC-Eingang und einstellbarer Impedanz und Kapazität, sowie ein separat schaltbarer REC-OUT-selector sind hier, neben der stufenlos einstellbaren Loudness, vorhanden.

[Bild: VaRky.jpg]

Nochmal komplett, jedoch alle Lampen an.

[Bild: HzSkf.jpg]

Und nochmal von hinten.

Ein schöner Verstärker und Zeuge der technischen Entwicklung.

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