Yamaha C-4

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So, nun eine Vorstellung eines Yamaha Vorverstärkers von 1979 (in Japan bereits 1978), der über eine fantastische Phono-Vorverstärker-Abteilung verfügt – der YAMAHA C-4. Nicht weniger als drei Phono-Eingänge sind vorhanden und an nahezu jede Eventualität anpassbar: MM oder MC, Empfindlichkeit von 0,1mV bis 10 mV, Impedanz von 100 Ohm bis 100kOhm, und Kapazität von 100 bis 470pF einstellbar – da bleibt kein Wunsch offen. Zudem gibt es viele Einsatzfrequenzen für Bass- und Höhensteller, getrennte Aufnahme und Wiedergabezüge (z.B. Aufnahme vom Tuner gleichzeitig mit Phono-Wiedergabe oder umgekehrt). Außerdem wurde bei diesem Modell, ebenso wie bei der dazu passenden Endstufe M-4 das mit dem bekannten Verstärker A-1 eingeführte Design (schwarz mit von hinten beleuchteten, transparenten Tasten) konsequent fortgesetzt – bis heute ein echter Hingucker! Mit 8.7 kg und rund 1.400 DM Neupreis schon ein Schwergewicht für einen Vorverstärker.

Leider war das Exemplar auf meinem Tisch ziemlich krank, es gab ein defektes Netzteil, defekte, bzw. schlecht ersetzte Lampen, Dutzende von kalten bis sehr kalten Lötstellen und einen ausgelaufenen Kondensator.

Hier sieht man ein Stück der Platine, auf der die ausgelaufene Flüssigkeit den grünen Schutzlack bereits weggefressen hat und das Kupfer schon ein wenig angenagt, auch gab es bereits eine Leiterbahnunterbrechung. Daher habe ich das alles mit einem Glasfaserpinsel blank gerubbelt und dann mit dem Lötkolben verzinnt – so oxidiert dort nichts mehr.

Das ist der kleine Übeltäter, ein 33µF 16V. Am rechten Anschlussdraht kann man sehen, dass er ausgelaufen ist.
Erstaunlicherweise zeigte der Kamerad am ESR/Kapazitätsmessgerät noch vernünftige Werte – diese Werte sagen also auch nicht immer die Wahrheit…

Ein Blick in das offene Gerät von oben(!), denn die Platinen hängen alle kopfüber im Gerät – vermutlich die Hauptursache für die vielen, vielen kalten Lötstellen, für die diese Geräteserie (auch C-2 und C-2A) leider bekannt ist. Die Wärme steigt halt nach oben und macht die Lötstellen mit der Zeit mürbe.

Von unten blickt man dann „richtig“ in das Gerät hinein und erkennt den wirklich extrem aufwändigen Aufbau.

Ein sehr teures Mehrfach-Poti von Panasonic (Matsushita) für Lautstärke.

Völlig verschleißfreie Reed-Relais, das sind Kontakte in evakuierten Glasröhren, die induktiv geschaltet werden.

Und die kaum zu übertreffende Phonostufe, mit einem Irrsinnsaufwand.

Von aussen, wie bei Yamaha üblich, sachlich nüchtern, aber klassisch und zeitlos gestylt.

Die beleuchteten Schalter erhielten neue, sehr langlebige Lampen (Fabrikat JKL) und neue, farbige Gummiüberzieher in gelb und grün. Das leuchtet wieder wie damals.

Noch ein Blick auf die Rückseite. Es gibt, wie gesagt, drei Phonoeingänge (1x MC, 2x MM), Tuner, Aux und zweimal Tape, dazu noch zwei PRE OUT-Ausgänge. Die Phonobuchsen sind alle vergoldet.

Und ganz rechts findet sich der Spannungsumschalter (der Besitzer hatte ihn noch nicht entdeckt) und die US-Steckdosen. Natürlich wurde das Gerät auf 240V umgestellt und die US-Steckdosen wurden spannungslos gemacht (wegen der VDE-Vorschriften).

Ein wundervoller Vorverstärker!

2 Kommentare für “Yamaha C-4

  1. Guten Tag.

    Die Liebe zu good old Hifi lebt auch in mir.
    Ich betreibe ihn ( mitunter auch im Gespann mit seinem Bruder DSP E1000 zum Kinospielen) mit einer B6 an der großen Dynavox Impuls oder an meinen Celestion SL 600. Oder alternativ eine Radford Vor- Endverstärker Familie, natürlich Röhre.

    Und leider ist auch mein C4 nun erkrankt, seit letzter Woche schaltet er nicht mehr durch.
    Alle Geräte, sogar auch mein The Fisher 400C Receiver (auch traumhaft im Klang), sind nun krank und bedürfen einer Revision. Nur die B6 war bereits bei Yamaha vor einigen Jahren und ist tadellos.

    Ich würde gerne mit dem C4 beginnen. Könnten Sie mir helfen. Was würde eine Revision den kosten?

    Viele Grüße aus Wuppertal
    Volker Kreft

  2. Diese Anfrage wurde per email beantwortet.

    Anfragen sollten eigentlich nicht als Kommentar gepostet werden,
    benutzen Sie dafür bitte das email-Formular unter „Kontakt“ – vielen Dank.

    Beste Grüße
    Armin

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