Yamaha MS-3

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So, neun Tage ohne ein Gerät vorzustellen – tut mir leid – zu viel zu tun, außerdem gab es ja noch das Tutorial über Oszilloskope hier letzten Samstag! Ab Sonntag bin ich dann mal 4 Tage in Urlaub, ab Donnerstag wieder da. Länger geht einfach nicht!

Aber nun: vor einigen Tagen hatte ich eine Yamaha-Kompaktanlage auf dem Tisch, von der ich zunächst dachte, dass diese vermutlich nicht aus dem Hause Yamaha kommt – sie kommt aber sehr wohl von dort und sie muss sich auch nicht verstecken, nur weil oben im Receiver noch ein Plattenspieler eingebaut ist. Dieses Modell wurde von Yamaha 1969 (!) auf den Markt gebracht und im Jahre 1972, als man in Deutschland aktiv wurde, war sie noch immer unverändert im Programm. Das gute Stück heißt MS-3 und kostete seinerzeit rund 1.800 DM ohne Boxen. Ich finde sie als Kompaktanlage sehr interessant, vor allem stilistisch ihrer Zeit weit voraus. Sie hat 2 mal 22 Watt Sinus an 8 Ohm und wiegt 16 kg, die Holzseitenteile sind echtholz furniert.

Nach dem Öffnen und Ausbau des Plattenspielers, der tatsächlich nur mit einem Stromstecker und zwei Cinchsteckern mit dem Receiver innen verbunden ist, fiel mir die absolute Sevicefreundlichkeit des Gerätes auf – wobei Kompaktanlagen in Technikerhirnen eigentlich sofort gegenteilige Assoziationen auslösen! Nach Entfernen von sechs Schrauben, kann man den gesamten Receiver aus dem Holzgehäuse heraus nehmen. Wunderbar!

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Der herausgenommene Receiver.

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Das leere Holzgehäuse.

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Eingesetzt sieht das Gebilde so aus, da fehlt dann nur der Plattenspieler oben und darüber die Haube. Der Receiver brauchte, neben einer Schalterkur, neue Lampen und einen Tunerabgleich. Der Plattenspieler einenneuen Riemen – der Rest waren umfängliche Reinigungs- und Wartungsarbeiten.

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Hier sitzt der Plattenspieler schon wieder an seinem angestammten Ort und spielt gerade eine Vinylscheibe ab.

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Der Plattenteller wurde gereinigt und poliert, weil der alte Riemen eine häßliche Gummispur hinterlassen hatte. Links nachher, rechts vorher.

Ebenso wurde der Messingpully poliert.

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Nun folgen Bilder von dem fertigen Gerät, jetzt auch mit Haube.

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Der Receiver im Detail:

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Und der Plattenspieler von Nahem:

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Man beachte die Formgebung des Geschwindkeitenumschalters und des Tonarmlagers – für 1969 höchst futuristisch!

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Hier eine Ansicht der Rückseite, wie Yamaha dies in den ersten Jahren stets machte: alle Buchsen sind dem deutschen Markt angepasst und in DIN-Norm ausgeführt.

Sehr selten, diese Anlage – für mich war es das erste Mal und es hat mir große Freude bereitet!

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