Yamaha M-60

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Heute hatte ich eine dicke Endstufe Baujahr 1984 auf dem Tisch, ganz in schwarz, Marke Yamaha, Modell M-60. Das Teil leistet zweimal 220 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 15 kg und kostete seinerzeit rund 1.500 DM. Der passende Vorverstärker ist der C-60.

Hier schaut man von unten in das offene Gerät und kann am Rand die zahlreichen Endtransistoren erkennen. Leider war ein Kanal vollständig abgerannt und sehr unfachmännisch mit europäischen Transistoren versucht worden zu reparieren. Das schlug wohl fehl, denn es war wieder alles abgebrannt. Also erstmal Ersatz für die Sanken 2SA1106 und 2SC2581 gesucht und in 2SA1186 und 2SC2837 gefunden – die sind auch von Sanken, aber noch erhältlich. Ebenso die Treiber, dort verwende ich 2SB1186A und 2SD1763A im TO-220i-Gehäuse. Ebenso wurden noch etliche Kleintransistoren, Zenerdioden, Widerstände, Kondensatoren und das Lautsprecherrelais erneuert. Am Ende spielte wieder alles wie neu und nach dem Ruhestrom einstellen und einer gründlichen Reinigung, war wieder alles fit.

Hier der Blick von oben in das Gerät. Alles gründlich entstaubt.

Äußerlich ist das Gerät übersichtlich und dezent gestaltet, bis auf die Anzeige.

Das rot der Leistungsanzeige wirkt in der Tat etwas „milieumäßig“. Man kann durch Weglassen der roten Kappen eine amberfarbene (ocker-orange) Anzeige erreichen, die einerseits ein wenig heller und andererseits erheblich sachlicher wirkt. Geht in fünf Minuten.

Das hier ist mal ein Beispielbild einer MX-70 aus einer früheren Restauration.

Man kann die Leistungsanzeige an die Boxenimpedanz anpassen.

Hier die Bedienelemente der M-60, man kann Auto-Class-A wählen (soll dann wärmer klingen!?!)…

…und rechts kann man tatsächlich drei Paar Lautsprechergruppen anwählen und die Pegel einstellen.

Das ist der Blick von hinten auf diese Endstufe.

Das sind die wirklich dicken Anschlussklemmen für die sechs Boxen, die man anschließen kann (aber immer nur zwei Paare gleichzeitig!). Die Stöpsel zum Festschrauben gehen gerne mal verloren.

3 Kommentare für “Yamaha M-60

  1. Hallo Armin,

    ab wann würdest Du einen Tausch der Siebelkos empfehlen? Ich möchte meinen M-60 für die nächsten Jahre fit machen und überlege daher die 4x 33.000uF Elkos zu tauschen?

    Vorab schon Besten Dank & Gruß, Jens

  2. Wenn es keinen erkennbaren Grund für den Tausch gibt, sollte man das auch nicht machen. Sicherheit gibt einem ein Kapazitätsmessgerät. Wenn man keines hat, kann man eine Sichtprüfung an der Unterseite der Elkos vornehmen. Ist dort nichts aufgeplatzt bzw. ausgelaufen und im Leerlauf (also ohne Signal) auch keinerlei Brummen zu hören, ist ein Austausch nicht erforderlich. Genau passende Elkos sind auch nicht ganz leicht zu bekommen!

    Beste Grüße
    Armin

  3. „Das Rot der Leistungsanzeige wirkt in der Tat etwas „milieumäßig“. Zitat: „Man kann durch Weglassen der roten Kappen eine amberfarbene (ocker-orange) Anzeige erreichen, die einerseits ein wenig heller und andererseits erheblich sachlicher wirkt. Geht in fünf Minuten.“

    stimmt nicht ganz…
    die M60 hat LED-Pegel…somit KEINE KAPPEN….die MX70 hat LCD….da schaut es schon anders aus…;-)

    des Weiteren erreicht man durch das Weglassen der „Kappen“ kein orange…sondern ein eher weiss bis cremefarben…

    ein Umbau auf LED würde ich abraten , da haste dann sogenannte „Hotspots“ , da LED nicht breitflächig strahlen…

    im Modellbau „Eisenbahn“ gibt es genug Ersatz samt passenden Kappen, allerdings muss man da die Spannungsanpassung machen mit einem Vorwiderstand….

    mfg…Yamaha MX

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