Autor Archiv: Armin Kahn

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Sansui C-2301 - ein Vorverstärker der Superlative

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Dieser Vorverstärker kam 1983 auf den Markt und wurde hier in Deutschland für sagenhafte 8.980,- DM angeboten. Die dazu gehörige Endstufe B-2301 hatte ich hier bereits vorgestellt. Der Vorverstärker ist so selten (bei dem Preis kein Wunder!), dass er hierzulande einfach kaum zu finden ist. Unser Kunde hatte sich einen in Japan ergattert (vermutlich bei hifi-do), der jedoch als defekt angeboten wurde. Als er dann ankam, gab ihn der stolze Neubesitzer zu einer renommierten Werkstatt in Heidelberg. Dort wurde das Gerät jedoch abgelehnt, da ein Netztrafo defekt war und man keinen Ersatz hatte. Der Vorverstärker aus Japan hatte natürlich die dort üblichen 100 Volt-Trafos an Bord. Nun nahm der Kunde Kontakt mit uns auf und wir sagten zu, uns darum zu kümmern. Nachdem wir hörten, dass er für diesen defekten Vorverstärker 2.400 Euro (inkl. Zoll, Versand, usw.) ausgegeben hatte, wollten wir ihn nicht im Regen stehen lassen. Wir einigten uns darauf, dass wir neue Trafos anfertigen lassen – und die sollten dann natürlich gleich mit 230 Volt versorgt werden, so dass man das Gerät hier an jeder Steckdose betreiben kann. Die Bestellung passender Trafos bei einer Wickelei in Bayern nebst drei Monaten Wartezeit war schon ein erstes Hindernis. Dann kamen die Trafos an und sahen gut und passend aus. mehr lesen

Sansui TA-500 - kein Receiver, sondern ein Tuner-Amplifier !

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

1979 hatte Sansui in Europa ein wenig Absatzprobleme bei den Receivern. Die G-700-Baureihe (G-4700, 5700. 6700, 7700 und 9700) lief weltweit ganz gut – nur in Europa wollten die Leute nicht so recht. Die Verstärker AU-117 bis AU-919 und die Tuner TU-217 bis TU-919 hingegen hatte einen sehr guten Ruf und liefen recht gut. Die ganz großen Stückzahlen wurden hingegen mit kleinen und mittleren Receivern gemacht – dort war Sansui für den europäischen Geschmack schwach aufgestellt. So ersann man sich Abhilfe, indem man die Technik und das Aussehen der AU- und TU-Geräte in zwei neue Receiver der (logisch!) neuen TA-Baureihe steckte. So gab es im Katalog von 1980 zwei brandneue Receiver namens TA-300 und TA-500. Es vereinte die schwarzen Fronten der Verstärker mit den gelben Skalen der Tuner. Dies trug man im Katalog auch ganz offen zur Schau: (Zitat) “Tatsächlich möchten wir diese Geräte lieber Tuner/Verstärker nennen anstatt “nur” Receiver”. mehr lesen

Yamaha R-N803D Netzwerkreceiver von 2018 meets vintage

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Es geht hier um einen modernen Receiver, der so ziemlich alles kann. Außer dem, was ein Vintage-Receiver kann, kann der hier noch zusätzlich: DAB+, Internetradio, Wlan und, und und. Optisch hat man bei Yamaha schon Anleihen zu den Vintage-Geräten aufgenommen. Die Knebelschalter tauchten seinerzeit in den 1970ern auf und waren rasch ein “Markenzeichen” von Yamaha. Der Neue hat die auch. Und die aufgeräumte, kühl sachliche Front – alles wie früher. mehr lesen

Teac A-X75 MKII ein Vollverstärker von 1987

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Die Marke Teac stand früher (bis 1964) für Tokyo Electro Acoustic Corporation. Seither wird nur noch Teac als Markenname verwendet. Teac trat meist als Spezialist für Tonbandgeräte und später Kassettendecks auf, unter dem Namen Tascam auch im (semi)professionellen Bereich. Es gab aber auch viele Jahre lang Verstärker, Tuner und Receiver unter diesem Namen. Vermutlich wurden diese, wie auch einige Plattenspieler, bei Fremdfirmen eingekauft und nicht selbst konstruiert und gefertigt. Ich weß jedoch nicht, welcher Hersteller dabei tätig geworden ist. Unter dem Namen Esoteric werden auch High-End-Produkte angeboten. Im Jahr 2012 schloß man sich mit Onkyo zusammen, auch denen ging es schlecht. Beide Marken wurden 2013 vom amerikanischen Gibson-Konzern (Gitarren) übernommen, die ihrerseits 2018 insolvent wurden. Nun hat ein unabhängiger Finanzinvestor das gesamte Firmenkonglomerat in der Hand – es geht aber bei allen vorläufig weiter. mehr lesen

JVC QL-10 - der Superplattenspieler von 1978

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JVC (Japan Victor Company) war früher ein 100%iges Tochterunternehmen von Matsushita, besser unter den Labels Technics, National und Panasonic bekannt, die ja als Pionier der Direct-Drive-Plattenspieler gelten. Der Mutterkonzern kam schon 1970 mit dem ersten Direct-Drive-Laufwerk auf den Markt (SP-10). Die Tochter JVC kam dann ab 1974 mit eigenen Direct-Drive-Plattenspielern nach, das Superlaufwerk aus der Laboratory-Serie mit einem 180poligem Motor kam 1977 als Laufwerk TT-101 nur in Japan auf den Markt. Zusammen mit dem hauseigenen Tonarm UA-7045 nannte man dieses Ensemble in einer schweren, soliden Holzzarge dann im Export QL-10 ab 1978. Einen ebensolchen hatten wir nun endlich mal bei uns in der Werkstatt. mehr lesen

Technics SU-3500 - ein Verstärker von 1975

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Der Matsushita-Konzern (seit 2008 Panasonic Corporation) ist einer der größten Elektronikhersteller Japans. Unter dem Markennamen Technics werden seit 1965 diverse Hifi-Produkte angeboten, darunter auch einen der ersten Direct-Drive-Plattenspieler (SP-10), aber auch elektronische Musikinstrumente. Im Jahr 2010 löste man den Namen Technics auf, belebte ihn jedoch 2014 wieder, so gibt es dieses Label bis heute. mehr lesen

Harman/Kardon HK505 - Verstärker von 1978

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Die Geschichte der Marke Harman/Kardon ist schon ein wenig abenteuerlich. Wie bekannt verkaufte Sidney Harman sein Unternehmen 1976, weil er in die Politik ging, seinerzeit unter Jimmy Carter. So geriet der Teil des Imperiums, welcher sich mit Hifi beschäftigte, in die Hände der japanischen Firma Shin Shirasuna, auch unter dem Label Silver bekannt. Diese fertigte nun Geräte, die unter dem Namen Harman/Kardon verkauft wurden. Als Sidney Harman seine Firma 1978 wieder zurückkaufte, weil er aus der Politik ausschied, blieb dies so, dass die Japaner weiterhin die Geräte für Harman in den USA fertigte. Seit 2017 gehört nun die gesamte Harman-Gruppe zu Samsung in Südkorea, größter Elektronikproduzuent der Welt. Zu dieser Gruppe gehören die Marken (außer Harman): AKG, B&O, Becker, Bower & Wilkins, Crown, dbx, Infinity, JBL, Lexicon, Mark Levinson, Studer, Soundcraft und Uher. mehr lesen

Yamaha YP-D6 - ein großartiger Plattenspieler von 1977

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1977 war ein Jahr, in dem auf dem Gebiet der High Fidelity wirklich viel los war. Das Angebot war nahezu unüberschaubar, neue Marken drängten, zusätzlich zu den schon sehr zahlreich vertretenen, in den Markt. Die Preise begannen, wegen der starken Konkurrenz zu fallen und man wusste kaum noch, was man nehmen sollte. Alle Marken unternahmen sehr große Anstrengungen, um als wirklich gute Marke da zu stehen. So auch Yamaha aus Hamamatsu in Japan. In diesem Jahr bot man allein bei Plattenspielern hierzulande schon drei direktangetriebene Modelle an (YP-D8, YP-D6 und YP-D3), dazu noch zwei Riemenangetriebene (YP-B2 und YP-2II). In Japan gab es noch mehr Modelle. Diese Geräte wurden zwischen rund 300 und 1000 DM angeboten, wobei die größten Modelle (YP-D6 und YP-D8) ohne Tonabnehmer geliefert wurden. mehr lesen