TEAC AG-6500 - ein Receiver von 1972

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Die Marke TEAC entstand 1964 durch den Zusammenschluss von zwei Firmen für Fernsehen und Elektroakustik. Zunächst etablierte man sich als Spezialist für Tonbandgeräte, wofür diese Marke bis heute einen tadellosen Ruf hat. Später baute man im Semiprofessionellen Bereich auch unter dem Namen TASCAM. TEAC baute aber auch andere Geräte, wie Kassettendecks, Tuner, Verstärker, Receiver und autark arbeitende Rauschunterdrückungssysteme (Dolby B). Der Vertrieb in Deutschland oblag damals der Firma Hanimex in Hannover.

1972 gab es einen Receiver im Programm der Marke TEAC, eben das Modell AG-6500, der bereits zwei mal 40 Watt sinus an 8 Ohm leistete und das bei weniger als 0,5% Klirr. Da war man 1972 schon in der gehobenen Mittelklasse, zumal die Endstufe dieses Receivers bereits in komplementärer Bauweise ohne Elkos im Ausgang funktionierte. Er wog beachtliche 14 Kg.

Hier ein Blick von unten in das offene Gerät.

Hier ist die Endstufe und das Netzteil von unten zu sehen.

Endstufenplatine und Netzteil von oben.

Der Gesamtblick von oben in das Gerät.

Der Drehko ist ein Vierfach-FM-Drehko mit sehr guten Empfangseigenschaften.

Der Zeiger ist beim AG-6500 nicht aus Kunststoff und beleuchtet, sondern aus einem runden Metallstab – so geht es auch!

Hier eine Gesamtansicht des Gerätes mit der täuschend echt aussehenden Folierung.

Die Front, welche graviert ist und daher konnte die zum Teil schon lädierte Schrift wieder mit weißer Farbe aufgefüllt werden.

Die Eingangswahl wird optisch angezeigt, mit Lampen, die jedoch exakt so aussehen, wie später die mehr und mehr Einzug haltenden Leuchtdioden.

Seiner Zeit voraus hatte der AG-6500 bereits zwei Tape-Monitor-Eingänge – bei einem Tonbandgerätehersteller sollte einen das nicht wundern.

Die Klangsteller sind kanalweise einzeln einzustellen.

Das Blau der Skala gibt dem TEAC schon eine ganz eigene Note.

An der Rückseite finden sich Anschlüsse für drei Paar Lautsprecher. Die Ausgänge sind mit 3A-Glassicherungen abgesichert.

Im Jahr 1972 noch relativ selten zu finden: der Receiver ist zwischen Vor- und Endverstärker per Schalter auftrennbar.

Insgesamt ein beachtlicher Receiver von einem eher wenig beachteten Hersteller.


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