Kategorie Archiv: Gerätevorstellungen

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Denon TU-850 - ein wirklich seltener Supertuner

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1977 brachte die Marke Denon, die eigentlich Nippon Columbia heißt, einen neuen großen Tuner auf den Markt. Dieser erschien zusätzlich zu dem bekannten und beliebten Tuner TU-500, der ein Jahr später noch kleinere Brüder erhielt, nämlich TU-200, TU-300 und TU-400. Zu dem größten Vollverstärker PMA-850 eaxakt passend  (Vorstellung dazu hier:  http://www.good-old-hifi.de/denon-pma-850-highend-von-1977/ ) sollte der Tuner werden – also höchste Qualität und stimmiges Design. Heraus kam der TU-850, der bis heute sehr begehrt ist, da er äußerst selten zu bekommen ist.

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Kenwood KT-917 - eine Tuner-Legende!

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Im Jahr 1979 war Kenwood einer der bedeutendsten Hifi-Anbieter weltweit. Man hatte ein Riesenprogramm, von Einsteiger Hifi bis hinauf in die absolute Spitzenklasse (später High-End genannt) war alles im Angebot. Eine neue Baureihe von Vollverstärkern und dazu passenden Tunern wurde kreiert, die sehr erfolgreich werden sollte. Die Verstärker von KA-501 bis KA-907 gehören auch noch heute zu beliebten und gesuchten Modellen, ebenso wie die dazugehörigen Tuner KT-615, KT-815 und als absolutes Spitzenmodell der KT-917. Er sollte das Vorgängermodell 600T, bereits einer der anerkannt weltbesten Tuner, nicht nur ersetzen, sondern auch verbessern. Man packte in diesen Tuner alles, was man konnte, ohne Rücksicht auf Aufwand. Dieser Tuner bringt satte 15 kg auf die Waage und kostete seinerzeit knapp 2.500 DM – für einen Tuner ein Wahnsinnspreis. Selbst der dazu passende Verstärker KA-907 mit immerhin zwei mal 180 Watt sinus kostete „nur“ 2.000,- DM.

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Hitachi HA-1100 - ein hübscher Vollverstärker von 1976

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Die Marke Hitachi, einer der größten Konzerne der Welt mit über 330.000 Beschäftigten, besteht bereits seit 1910. In Deutschland wurde der Zweig der Unterhaltungselektronik 1969 eingeführt, mit dem Sitz in Hamburg. Bis Mitte der 1970er Jahre etablierte man sich auch im Bereich Hifi mit zahlreichen Geräten und zum Teil mit großem Erfolg. Mit Neuerungen wie dem 120poligen Direct-Drive-Motor „Unitorque“, der später auch in Aufsehen erregenden Kassettendecks wie dem D-5500 zu finden waren. Auch die von Hitachi eingeführten MOS-FET-Transistoren in Endstufen wurden ein großer Erfolg, z.B. die Vor-End-Stufen-Kombination HCA-/HMA-7500. Dennoch wurde dieser exquisite Hersteller von vielen Hifi-Begeisterten nie so recht wahrgenommen, vermutlich lag dies an der Vertriebspolitik der Hitachi Sales in Hamburg, die den Einzug in die etablierten Hifi-Studios verpassten.

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SONY TAN-8250 - sehr kräftige Endstufe von 1974

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Diese Endstufe läuft im Gespann mit dem Vorverstärker TAE-8450, den ich hier in der vorigen Woche vorgestellt habe. Die TAN-8250 ist die Endstufe, die zeitgleich mit der bekannteren TAN-8550 erschien, letztere allerdings mit V-FET-Endstufe. Die beiden sind, mit Ausnahme des Leistungsbegrenzers, optisch völlig identisch. Die 8250 ist jedoch mit herkömmlichen bipolaren Transistoren bestückt, dafür ist sie deutlich leistungsstärker. In Deutschland wurde die TAN-8250 jedoch nicht angeboten, man beschränkte sich auf die V-FET-Modelle. Zudem waren 1974 noch immer stattliche Bestände der TA-3200F am Lager in Köln. Dieses Exemplar stammt offensichtlich aus einem Military-Shop, denn es ist auf verschiedenste Spannungen umstellbar. Eine Besonderheit gegenüber anderen Endstufen stellen einerseits die klare Unterteilung zwischen Class-A Vorstufe und Class-B Treiber- und Endstufe, andererseits das aufwändige, mit Thyristoren geregelte Netzteil dar. Sie leistet nach konservativer SONY-Werksangabe 2 mal 150 Watt sinus an 8 Ohm, wurde in Testzeitschriften jedoch mit über 2 mal 250 Watt an 4 Ohm gemessen. Auch konnte sie zum Monoblock mit 500 Watt Sinusleistung geschaltet werden – für 1974 war das Weltspitze. Sie wiegt 23,3 kg und hat hübsche Holzwangen in Nussbaum.

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Sony TAE-8450 - ein Traumvorverstärker von 1974

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Sony hatte sich bereits ab Mitte der 1960er Jahre als eine der ersten japanischen Hersteller in Deutschland etabliert. Auch Hifi-Geräte bot man an, ab 1969 gehörten der Vorverstärker TA-2000 und die Endstufe TA-3200 zur absoluten Weltspitze und werden noch heute von Sammlern und Liebehabern sehr geschätzt. Bis 1974 gab es keine Nachfolger im Programm, erst dann entwickelte man Nachfolgemodelle, behielt aber die Nachfolger noch weiter im Programm.

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Kenwood KA-6150 - ein mittelgroßer Verstärker von 1977

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Im Jahr 1977 war Kenwood einer der ganz erfolgreichen Hifi-Hersteller am Markt. Kaum ein Vergleichstest in einer der großen Hifi-Magazine (Audio, Hifi-Stereofonie, Stereo, Fono-Forum, Hifi-Vision und Klangbild) ging ohne ein Produkt dieses Anbieters. Kenwood war einer der so genannten Hifi-Vollsortimenter, die also alle Gerätekategorien anboten. Man hatte Verstärker, Tuner, Receiver, Endstufen, Vorverstärker, Plattenspieler, Kassettendecks, Lautsprecherboxen und nebst Zubehör auch noch Car-Hifi im Angebot. Und das vom Einsteigergerät bis High-End. Es gab einen Vollverstärker für 298,- DM (KA-1500MKII) aber auch eine Mono-Endstufe für rund 6.000,- DM (L-09M) im Katalog. Kenwood bot einfach sehr viel und hatte ein weitreichendes, gut organisiertes Händlernetz, welches der damalige Vertriebschef Wilhelm Küchler aufgebaut hatte. Er wurde später verdientermaßen Geschäftsführer der Kenwood Deutschland GmbH.

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Sansui 771 - ein Receiver von 1974

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Sansui war mit den Receivern Six, Seven und Eight recht erfolgreich, in Deutschland jedoch eher weniger, wegen der hohen Preise.  Also brachte Sansui 1974 eine neue Receiverbaureihe auf den Markt, die so genannte 3-Digit-Serie. Sie bestand aus den Modellen 221, 331, 441, 551, 661, 771 und 881. Diese waren deutlich preisgünstiger als deren Vorgänger, verkauften sich aber merkwürdigerweise auch nicht häufiger in Deutschland – anderswo schon. Aus welchem Grund auch immer war Sansui in Deutschland leider nie so erfolgreich, wie es dieser herausragenden Marke gebührt hätte. Die größeren (und deutlich besseren) Modelle 8080 und 9090 kamen übrigens ganz kurz darauf heraus, waren aber auch erheblich teurer. Die 3-Digit-Serie ist bis heute unter Sammlern beliebt und glücklicherweise noch halbwegs günstig zu bekommen.

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Rotel RA-2020 - ein Verstärker von 1978

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1978 war Rotel ein wichtiger Hersteller am umkämpften Hifi-Markt. leider hatte man sich in den vorangegangenen Jahren durch niedrige Preise zwar gewisse Marktanteile erkämpft, leider jedoch nicht den gewünschten Ruf. Man galt, trotz der optisch extrem solide aufgemachten Geräte, eher als „Billig-Hersteller“. Diesem Image wollte man entgegen wirken und brachte 1978 die „Serie 2000“ auf den Markt, die deutlich höhere Ansprüche erfüllen sollte. Auch die später, preislich noch deutlich höher angesiedelte, nachgeschobene „Serie 5000“ sollte endgültig den Einzug in den „Hifi-Olymp“ bewerkstelligen – was jedoch letztlich mißlang. Erreicht wurde die gehobene Mittelklasse, leider nicht die Spitzenklassen, was hauptsächlich daran lag, dass Rotel nie eigene Produktionsstätten besaß, sondern stets auf Auftragsproduktionen zurück griff. Die Preisverhandlungen mit den Zulieferern werden wohl letzlich dafür verantwortlich sein, dass die verarbeiteten Bauteile bei Rotel nie den Qualitätsstandard der anderen, wirklichen Spitzenklasse-Hersteller erreichte. In der Spitzenklasse darf man einfach keine Kompromisse eingehen. Dafür waren Rotel-Geräte stets nie wirklich teuer.

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Alte Hifi-Geräte und die VDE-Vorschriften

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Schon seit den 1990er Jahren ist jeder Betrieb, der elektrische Geräte bearbeitet, sei es als Reparatur oder zur Prüfung, verpflichtet, diese Geräte auf Ihre VDE-konforme Beschaffenheit hin zu prüfen. Diese Prüfung muss dann entweder auf der Rechnung oder als Prüfsiegel am Gerät (sieht dann so oder ähnlich aus wie das Titelbild) dokumentiert werden. Dazu sind Geräte erforderlich die u.a die Spannungsfreiheit des Gehäuses messen, aber auch die Prüfung der Netzzuleitung und der Netzstecker sind vorgeschrieben. Der Betrieb muss den Benutzern der Geräte bescheinigen, dass von diesen keine Gefahr für Leib und Leben ausgeht. Die entsprechenden Vorschriften dazu sind in den DIN VDE 0701-0702 festgelegt, wer sich darüber genau informieren möchte, dem sei der Band 62 im VDE-Verlag mit dem Titel „Prüfung elektrischer Geräte in der betrieblichen Praxis“ (ISBN 978-3-8007-3615-7) empfohlen. Dort steht alles was erlaubt ist. Um es vorwegzunehmen: längst nicht alle Vintage-Hifi-Geräte erfüllen die VDE-Vorschriften  und dürf(t)en daher nicht unverändert an die Benutzer heraus gegeben werden. Wir prüfen jedes Gerät auf die Einhaltung der Vorschriften und verändern es nötigenfalls entsprechend. Dies soll hier heute Thema sein.

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Tuner und Verstärker von Akai aus dem Jahr 1978

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Die Marke AKAI war durch die Spulentonbandgeräte sehr bekannt geworden – einer der ganz großen Anbieter in diesem Bereich, weltweit und schon seit den 1960er Jahren. Im Lauf der Jahre kamen Kassettendecks, zunächst 8-Track-Geräte, später dann auch MC (Musik-Cassetten)-Geräte. Die ersten Verstärker, Receiver und Tuner kaufte man dazu (von Pioneer, wie an den bekannten Lautsprechersteckern zu erkennen ist), später begann man eigene Gerätelinien zu bauen. Nach und nach entwickelte sich die Firma AKAI zum Vollsortimenter, der auch Video-Geräte im Programm hatte und stets erfolgreicher wurde. Im Jahr 1978 umfasste der Katalog in Deutschland bereits 75 Seiten auf denen Hifi in allen Preislagen mit Tunern, Verstärkern, Receivern, Plattenspielern, natürlich Kassettendecks und Tonbandgeräten, sowie Lautsprecherboxen und auch Videogeräten angeboten wurde. Neben der Akai-Hauptniederlassung in Dreieich (vorher in Buchschlag) gab es noch weitere Niederlassungen in Hamburg, Düsseldorf und München, dazu noch Handelsvertreter in Berlin, Hannover und Bielefeld. Ein wirklich Großer in der Branche also.

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