Kategorie Archiv: Gerätevorstellungen

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Ein Umschalter für sechs Verstärker an zwei Boxen mit sechs Quellen

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Viele Freunde der alten Hifi-Geräte kennen das Problem: ständig das Umstecken der Kabel, wenn man ein anderes Gerät zum Hören verwenden möchte. Daher sind die Verstärkerumschalter, die wir nun schon seit zehn Jahren bauen, recht beliebt und werden immer wieder bestellt. Dabei fertigen wir diese Umschalter immer auf Kundenwunsch erst an, häufig auch von den Standardmodellen abweichend. Der Kunde bestimmt, wie sein Umschalter aussieht: er kann ein schwarzes oder ein silbernes Gehäuse haben, er kann die Farbe der Leuchtdioden an der Front wählen (grün, rot oder gelb) und er kann Einfluss auf die Gestaltung und die Art der Anschlussbuchsen nehmen. Nahezu alle Kundenwünsche konnten bisher erfüllt werden.

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Yamaha YP-D71 - ein wundervoller Dreher von 1978

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In Deutschland tauchte die Tochtermarke des weltgrößten Musikinstrumenten-herstellers der Welt erst 1972 auf. Ich arbeitete seinerzeit noch bei Hintze-Hifi in Berlin, als der Yamaha-Vertreter damals auftauchte und uns jeweils drei Verstärker, Tuner und Receiver verkaufte (CA-300, 500 und 700, CT-300, 500 und 700 sowie CR-300, 500 und 700). Die Geräte gefielen mir außerordentlich gut, sie waren extrem gut verarbeitet und konnten mit sehr guten Daten überzeugen, auch die Preise gingen völlig in Ordnung. Nur: alle Geräte hatten DIN-Buchsen und auch deutsche Lautsprecherbuchsen – extra gemacht für Deutschland. Da hatte man den Japanern wohl erzählt, dass die Deutschen das so haben wollten – uns hat es damals arg geschockt. Wir wollten Cinchbuchsen und Lautsprecherklemmen – so wie in Japan üblich. Bereits die nächste Generation hatte das auch so und man erweiterte rasch die Angebotspalette und verbesserte ständig die Geräte. So entwickelte sich Yamaha zu einem sehr bedeutenden Hifi-Anbieter. Ende der 1970er-Jahre gehörte Yamaha zu den absolut etablierten Hifi-Herstellern und bot erstklassige Geräte an. Inzwischen arbeitete man hierzulande nur noch mit ausgesuchten Händlern zusammen, die richtig gut verdienen konnten mit den Produkten, allerdings auch rasch keine Ware mehr erhielten, wenn heraus kam, dass man die Geräte unter den empfohlenen Preisen verkaufte.

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Marantz 2216 - ein "kleiner" Receiver von 1977

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Über Marantz wurde bereits viel geschrieben: einst eine hochgelobte US-Manufaktur um Saul Marantz, seit den 1960er Jahren aber ein japanischer Hersteller, der stets versucht, das US-amerikanische Image beizubehalten. Dabei hatten die Geräte dieser Traditionsmarke schon lange nichts mehr mit den Ursprüngen zu tun. Die erste rein japanische Serie von Receivern (die Modelle 2215, 2230, 2245 und 2270) von 1971  sorgt bis heute für einen unglaublich elitären Ruf, dem die Geräte eigentlich gar nicht gerecht werden können. Denn sie sind zwar ordentlich, aber keineswegs überragend aufgebaut – solide Mittelklasse halt. Verkauft wurde diese erste Serie in riesigen Stückzahlen, trotz überzogener Preise (der 2270 kostete 1973 2.890,- DM – mehr als ein deutlich überlegener Pioneer SX-2500!!), von dem der Fachhandel durch extrem hohe Margen gut profitierte. Wegen der hohen Gewinnspanne des Handels wurde Marantz seinerzeit über die Maßen hochgelobt und das hat teilweise bis heute Nachwirkungen.

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Technics SE-9060 eine Mono-/Stereo-Endstufe von 1977

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1965 entstand bei einem der größten Hersteller der Welt, der Matsushita Elctric, eine neue Marke namens Technics. Diese Marke sollte für hochwertige HiFi-Produkte stehen, die zu dieser Zeit gerade in Mode kamen. Bis 1975 stand auf den Produkten noch National Panasonic, die Geräte hießen aber bereits Technics, so z.B. einer der ersten Direct-Drive-Plattenspieler, das Modell SP-10. Nach 1975 wurde Technics als eigene Marke (nur für Hifi-Stereo-Produkte) abgekoppelt und der Schriftzug Technics prangte als Markenname an den Geräten. Alle übrigen Produkte (auch kleinere, einfache Stereogeräte) wurden unter dem Namen Panasonic vermarktet. 2008 wurde Matsushita Electric in Panasonic Electric umbenannt. Das Label Technics wurde 2010 aufgegeben, da man kaum noch etwas verkaufte. Seit 2014 gibt es die Marke wieder, so wurde der bekannteste Plattenspieler der Marke, das Modell SL-1210, wieder neu aufgelegt.

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Phase Linear - Vorverstärker 3500II und Endstufe 400II

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Bob Carver gründete zusammen mit seinen Partnern Steve Johnston und Jack Goodfellow die Phase Linear Corporation im Jahre 1970 in den USA.  Das erste Gerät, das produziert wurde, war die legendäre Endstufe Model 700, die schnell zu einem Referenzverstärker für Tonstudios, Jazz- und Rockbands und für leistungshungrige Audio-Enthusiasten wurde. Zuvor hatte er noch als Student eine legendäre Wette gewonnen, die die McIntosh Laboratorien öffentlich ausgeschrieben hatten. McIntosh wettete, dass niemand es schaffen könne, einen leistungsstärkeren Verstärker als den größten McIntosh zu bauen. Bob Carver baute einen solchen in einer leeren Kaffeedose und übertraf die Leistung des Mac deutlich, woraufhin er die ausgelobten 1000 Dollar erhielt. Phase Linear war seine erste Firma, welche bereits neun Jahre später vor dem wirtschaftlichen Aus stand und daher von Pioneer in Japan übernommen wurde. Bob Carver gründete kurz zuvor eine neue Firma, die Carver Corp. und gewann wieder atemberaubende Wetten. Carver behauptete gegenüber zwei renommierten Hifi Magazinen, er könne den Klang eines jeden beliebigen Verstärkers, unabhängig dessen Preisklasse, 1:1 kopieren; und zwar mit seinen eigenen Verstärkerschaltungen und zu einem erheblich günstigeren Preis. Als erstes versuchte es die „The Audio Critic“ mit einem Mark Levinson ML-2 . Bob kopierte den Sound tatsächlich („Transfer Function Duplication“) und verkaufte ihn fortan unter Carver M1.5t („t“ für transfer function). 1985 forderte die Stereophile Bob heraus, einen Conrad-Johnson Premier Five innerhalb von 48 Stunden zu kopieren (Damals blieb der Name des ausgewählten Gerätes aus verständlichen Gründen geheim, wurde aber später doch bekannt). Der Conrad-Johnson galt zu dieser Zeit als einer der besten Verstärker überhaupt und kostete ca. 12.000$. Ohne irgendein Meßgerät zu verwenden, also nur nach Gehör, erfüllte Carver die ihm gestellte Aufgabe. Nach 48 Stunden präsentierte er den verblüfften Stereophile-Redakteuren einen klanglich identischen Verstärker im eigenen (und erheblich kostengünstigeren) Design. Wer mehr über diese außergewöhnliche Gegebenheit wissen möchte: www.carveraudio.com liefert den kompletten Artikel aus Stereophile und jede Menge weitere Informationen über Bob Carver und seine herausragenden Ideen und Entwicklungen. 1993 überwarf sich Bob mit dem Vorstand des mittlerweilen börsennotierten Unternehmens und verließ die Carver Corporation. Noch im selben Jahr wurde Sunfire gegründet. Diese Marke existiert noch heute.

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Kenwood KA-6100 - ein Vollverstärker von 1977

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Kenwood gehörte im Jahr 1977 zu den ganz großen Anbietern im Hifi-Sektor, noch dazu verfügte dieser Hersteller über ein sehr breites Angebot. Im Katalog dieses Jahrganges finden sich tatsächlich sieben Vollverstärker, ebenso viele Tuner, sechs Receiver, sechs Plattenspieler, drei Kassettendecks, neun Lautsprecherboxen sowie noch etliches an Zubehör. Hinzu kamen noch die High-End-Geräte, die Kenwood damals unter dem Label Extra Dry führte. Diese hatten alle Bezeichnungen, die mit L begannen und noch heute als Legenden bezeichnet werden.

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Pioneer SX-838 - der drittgrößte Receiver von 1974

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Den SX-838 habe ich schon vorgestellt, aber nun mache ich das mal etwas ausführlicher. Diese Baureihe von 1974 besteht aus den Modellen SX-434, 535, 636, 737, 838 und 939. Als Krönung gab es noch den SX-1010. Die Modelle können noch heute begeistern, da sie sehr robust und langlebig aufgebaut sind. Der heute vorgestellte SX-838 kostete 1974 stolze 2.160 DM und leistete dafür 2 mal 70 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 16,2 kg. Wer sich damals so etwas leisten konnte, war zu Recht dann stolz darauf.

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Marantz 6300 -Plattenspieler von 1976 mit einem zweiten Leben!

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Den Marantz 6300 hatten wir zwar schon zwei Mal im Laufe der Jahre hier vorgestellt, dieses Exemplar hier hat es dennoch verdient nochmals vorgestellt zu werden. Er hat nämlich ein zweites Leben bekommen und das kam so: der jetzige Besitzer erwarb den 6300, seinen absoluten Traumplattenspieler, in Frankreich über ebay. Er wurde recht günstig angeboten, daher schlug er zu und dachte sich, er lässt ihn bei uns aufmöbeln und dann ist schon alles gut. Leider war dem nicht so. Als ich den Plattenspieler auspackte strömte mir schon der typische Kellergeruch entgegen, so nach Kartoffeln, Mäusen und altem Staub. Der arme Plattenspieler wird wohl die letzten Jahre (etliche davon!) in einem Keller verbracht haben. An Funktionen gab es nur noch Teller dreht bei Power ON, sonst nix. Nach dem Abschrauben der Bodenwanne versperrten mir dicke Spinnennetze den Einblick in die Technik und etliche vertrocknete Kellerassel-Körper lagen im Inneren des Holzgehäuses herum. Nach der groben ersten Reinigung war ich dann sehr ernüchtert, weil die Blende am Tonarm (die die Endabschaltung besorgt) einfach fehlte, darüber hinaus bewegte sich der Hubmagnet für den Lift nicht mehr, genau so wenig wie die Liftstange selbst – alles saß fest. Dazu war sehr stümperhaft ein irrsinig dickes Tonkabel eingelötet worden, welches auch noch stark beschädigt und somit nicht mehr verwendbar war. Auch die Tonarmklemme war abgebrochen, die Headshell war ein Universal, nicht das richtige. Also erst einmal enttäuscht mit dem Besitzer telefoniert, der nicht weniger enttäuscht war, aber meinte, na dann müsste er halt den Marantz als reines Laufwerk nutzen – ohne Lift etwas mühselig, aber was sollte er machen… Dann war Feierabend und ich ging etwas bedrapst nach Hause.

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