Kategorie Archiv: Gerätevorstellungen

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Harman/Kardon Model 730 - ein Receiver von 1976 aus Japan

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Bereits im Jahr 1953 wurde die traditionsreiche Marke Harman/Kardon in den USA gegründet. Bernard Kardon schied bereits 1956 wieder aus dem Unternehmen aus, welches sehr rasch wuchs, somit war Sidney Harman Alleininhaber. 1958 wurde der weltweit erste Stereo-Receiver auf den Markt gebracht – der Festival TA-230 (habe ich bereits schon vorgestellt). 1961 wurde die erste Hi-Fi-Stereo-Endstufe vorgestellt (Citation II). Die Firma wuchs weiter und übernahm 1969 den bekannten Lautsprecherhersteller JBL. 1976 verkaufte Sidney Harman die ganze Firma, da er unter der Regierung Carter in die Politik ging. Nach US-amerikanischer Auffassung vereint es sich nicht, Politiker und Geschäftsmann in Personalunion zu sein – bis heute. Der Lebensmittelkonzern, der die ganze Gruppe übernommen hatte, konnte jedoch damit wenig anfangen, wodurch der Wert der Firma beträchtlich sank. So verkaufte man große Teile der Firma an einen japanischen Hersteller namens Shin Shirasuna Electric Company, die es zuvor unter dem Label „Silver“ selbst versucht hatten, ihre Hifi-Produkte zu vermarkten – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Nun konnte man den weltweit bekannten und wohl klingenden Namen Harman/Kardon benutzen – und hatte bedeutend mehr Erfolg. Auch die alten Vertriebskanäle konnte nun genutzt werden, in Deutschland war dies die Harman Deutschland in Heilbronn. Bereits 1976 kam Shirasuna mit einem sehr erfolgreichen Programm auf den Markt: drei Receiver (330, 430 und 730), ein Kassettendeck (HK 2000), ein Plattenspieler (Rabco ST-7 mit Tangentialarm) einem Vollverstärker (A-401) und der Spitzenklasse-Citation-Serie (Vorverstärker 11 und 15 und den Endstufen 12 und 16) – das kam einem Paukenschlag in der europäischen Hifi-Branche gleich, denn dieser Markenname hatte bis dahin eher wenig Bedeutung hierzulande. Die Gruppe expandierte im Lauf der Jahrzehnte und kaufte eine Marke nach der anderen hinzu. So finden sich in der Harman International-Gruppe bekannte Namen wie u.a. AKG (Mikrofone und Tonabnehmer), Becker (Autoradios), Infinity (Lautsprecher),  Studer (Studiotechnik) und Mark Levinson (Hi-End) sowie der ehemalige deutsche Tonbandgerätehersteller Uher.  Ende 2016 gab Harman bekannt, dass Samsung die ganze Gruppe für acht Milliarden US-Dollar übernimmt.

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Kenwood L-02A - eine Klasse für sich

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Kenwood war 1982 ein durchaus rennomierter Hersteller, der in der Hifi-Szene kaum wegzudenken war. Man hatte unter der Bezeichnung „Extra Dry“ Geräte der gehobenen Qualitäts- und Preisklasse auf den Markt gebracht, deren Modellbezeichnung  stets mit L-… begann. Berühmt waren die L-07C und L-07M Vor- und Endstufen, die noch heute unter Liebhabern begehrt und gesucht sind. Der erste Vollverstärker in diesem Segment, der L-01A erschien 1980 und kostete rund 4.000 DM – damals für einen Vollverstärker sehr, sehr viel Geld. 1982 legte man bei Kenwood noch einen drauf und brachte den Nachfolger L-02A auf den Markt für sagenhafte 6.000,- DM, der dazugehörende Tuner L-02T lag bei 4.000,- DM – extrem teuer! Zum Vergleich: bei NAD bekam man für 900,- DM eine Vor-/Endverstärker-Kombination miot 2 mal 180 Watt sinus (NAD 1020 und 2140)!

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Kraus KPR-100 und KPA-100 Minianlage in braun von 1981

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Der japanische Hersteller von Keramik-Werkstoffen, aber auch Fotokopierern, Druckern und Fotoapparaten (Yashica und Contax) unternahm Anfang der 1980er Jahre auch einen Ausflug in die damals boomende Hifi-Sparte unter dem Namen Cybernet. In Deutschland wurden die Geräte in Deutschland von der Firma EPD in München vertrieben,  im Auftrag produziert wurden sie angeblich von Marubeni in Japan, die auch unter dem Namen Benytone (Vertrieb durch all-Akustik, Hannover) auftraten. Die In Frankfurt/Main ansässige Firma Kraus System Elektronik GmbH & Co ließ sich einige Geräte in braun anfertigen und verkaufte diese unter eigenem Label. Darunter auch diese Mini-Anlage, von denen es auch noch kleinere Versionen gab.  Sie waren nahezu baugleich mit Cybernet Minianlagen. Die Cybernet-Geräte waren stets silber, die Kraus-Geräte stets braun.

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Pioneer SX-1080 ein großer Reiceiver von 1978

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1978 war Pioneer einer der größten Hifi-Anbieter weltweit, das Angebot umfasste alles, was das Herz enes Hifi-Fans begehrte, Vorstufen, Endstufen, Vollverstärker, Plattenspieler, Kassettendecks, Bandmaschinen, Lautsprecher, Kopfhörer, Kompaktanlagen, sogar aktive Frequenzweichen und: eine starke Stereo-Receiver-Linie. Gerade diese verkaufte sich weltweit hervorragend und reichte vom kleinen SX-590 über SX-690, 790, 890, 980, 1080, 1280 bis zum riesigen SX-1980. Der hier heute vorgestellte SX-1080 war schon ein ganz schönes Dickschiff von über 20kg und einem Preis von 3.198,- DM. Das war sehr viel Geld damals, ich verdiente rund 1.500 DM brutto im Monat seinerzeit. Dafür leistete das Gerät satte 2 mal 120 watt sinus an 8 Ohm. Und langlebig waren die , wie alle Geräte aus dieser Zeit, sonst würden wir die heute nicht noch so häufig wieder herrichten.

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Yamaha CA-2010 - sehr selten anzutreffen!

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Im Jahr 1978 war das Angebot von Hifi-Stereo-Anlagen einfach fantastisch, die Auswahl war fast unüberschaubar, es gab so viele Marken, die erst kurz zuvor neu gegründet worden waren. Zusätzlich war das Angebot innerhalb einer Marke ebenfalls riesig. Yamaha bot in diesem Jahr allein fünf Vollverstärker, ebenso viele Tuner, vier Kassettendecks, fünf Plattenspieler und sieben Receiver an. Dazu kamen dann noch Vor-und Endverstärker sowie Lautsprecher und Kopfhörer. Auch Tonabnehmer waren im Programm.

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Yamaha A-960 - ein solider Verstärker von 1980

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Als Nachfolger des schon begehrten CA-1010 brachte der Hifi-Hersteller Yamaha 1980 den A-960, zusammen mit dem kleineren Bruder A-760, heraus, die über ein völlig neues Netzteilkonzept verfügten. In ähnlicher Form hatte dies bereits kurz zuvor Bob Carver in den USA mit seinen legendären Phase Linear-Endstufen gezeigt. Wer da sich von wem hat inspirieren lassen, weiß man nicht so genau – die Konzepte ähneln sich aber.

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Mitsubishis Mini-Anlage von 1978!

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Da war ich doch bisher der Meinung die Marke AIWA hätte 1979 weltweit die erste Mini-Anlage (Serie 22) auf den Markt gebracht – und muss nun feststellen, dass Mitsubishi (in Japan als Diatone angeboten) dies schon ein Jahr vorher entwickelt und in Japan verkauft hatte. Erst 1980 kam diese Mini-Anlage auch auf den europäischen Markt, nun unter dem Namen Mitsubishi. Es handelte sich um den Vorverstärker M-P01, die Endstufe M-A01, den Tuner M-F01 und das Kassettendeck M-T01 – unten ein Katalogbild von 1980. Eine Anlage, die mich stark beeindruckt hat und meinen Glauben daran stark erschüttert, dass Toshiba mit der Serie-15-Minianlage, die qualiativ beste Anlage anbot. Die Mitsubishi halte ich schlicht für besser. Die Endstufe leistet 2 mal 70 Watt sinus an 8 Ohm bei extrem niedrigem Klirrfaktor, der Vorverstärker bietet extrem viele Anschlussmöglichkeiten für einen Mini. Den Tuner und das Kassettendeck hatte ich leider noch nie in der Hand. Die Dinger sind leider selten, was sehr schade ist.

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Onkyo M-505 - eine sehr feine Endstufe

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Heute nun endlich stelle ich die Endstufe zu dieser bereits vor zweieinhalb Jahren gezeigten Edel-Anlage von Onkyo vor – die M-505. Der alte Bericht ist hier zu finden:  http://www.good-old-hifi.de/onkyo_m-505_t-909_p-303_u-30_e-30/   Diese äußerlich kleine, aber mit über 17 kg recht gewichtige und dazu mit zwei mal 165 Watt sinus an 4 Ohm auch sehr kräftige, Endstufe sieht dazu noch außergewöhnlich aus. Wie gemacht für Musikliebhaber, die keinen großen Wert auf optischen Prestige legen.

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Kenwood BASIC C1 und M1- Spitzenklasse für wenig Geld von 1982

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Im Jahr 1982 hatte die Marke Kenwood schon ein gutes Jahr zuvor das damals revolutionäre Sigma-Drive-System auf den Markt gebracht. Zuerst in den Modellen KA-800, 900 und 1000, die leider vom Publikum nicht so gut angenommen wurden, da sie in Kunststoffgehäusen steckten. Kenwood nannte dies „nichtmagnetische Konstruktion“, aber der potentielle Käufer empfand dies eher als billig. Selbst die großen Spitzenmodelle aus der „Extra Dry-Serie“ wie L-01A und L-07M hatten die Sigma-Drive-Technologie nicht vorzuweisen. So entschloss man sich bei Kenwood eine Serie auf den Markt zu werfen, die einfach aber sinnvoll konstruiert war. Wertig in der Anmutung, hoch in der Qualität, aber einfach in der Ausstattung – und vor allem: sehr preiswert! Man nannte diese neue Serie „BASIC“, äußeres Kennzeichen: alle Fronten waren in schwarz gehalten. Man konnte zwischen zwei Vorverstärkern wählen (C1 und C2), ebenso zwei Endstufen (M1 und M2), dazu gab es zwei Tuner (T1 und T2), sowie ein Kassettendeck das Basic X1, welches einem KX-880 entsprach – nur eben mit schwarzer Front. Um es vorwegzunehmen: diese Serie hatte einen phänomenalen kommerziellen Erfolg.

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