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Kenwood KR-5010 - ein Receiver von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1979 war Kenwood einer ganz großen Anbieter im Hifi-Sektor. Diese Marke war, was die Absätze anbelangte, recht erfolgsverwöhnt. Nachdem man zuvor eine erfolgreiche Receiver-Baureihe (KR-3090, 4070. 5030 und 6030) sehr gut verkauft hatte, schob der Hersteller neuere Modelle nach, die deutlich kompakter gestaltet waren. Die Modelle hießen dann KR-2010, 3010, 4010 und 5010 – das größere Modell dieser Reihe, der KR-8010, erschien bereits im Juni 1978. Hier stelle ich den KR-5010 vor, der 1979 für rund 800,- DM verkauft wurde. Er leistet 2 mal 52 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 8,6 kg. Ich finde Geräte der unteren Preisklasse sollten auch mehr im Fokus des Interesses stehen, da diese doch erheblich häufiger verkauft wurden, als immer nur die größten und teuersten Geräte der Hersteller.

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Onkyo M-5090 - die Superendstufe von 1982

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Die Geräte der Marke Onkyo besaßen 1982 einen ganz hervorragenden Ruf. Anfang dieses Jahres hatte Onkyo erst die große Endstufe M-5060 vorgestellt, die sowohl in der Presse als auch bei Kunden großen Anklang fand. Kurze Zeit später schob Onkyo eine noch größere Endstufe nach – eine Endstufe der Superlative – die M-5090. Kostete die M-5060 bereits 2.150,- DM, verlangte Onkyo nun über das Doppelte, nämlich 4.500,- DM für die größere M-5090. Die Leistung (sinus an 4 Ohm) wuchs von 2 mal 256 Watt auf 2 mal 400 Watt. Das knapp 30kg wiegende Gerät ist hervorragend verarbeitet und für den sehr hohen Preis bekam der Käufer auf Wunsch ein kupferfarbiges Schild vorn unten links angeklebt, auf dem stolz verkündet war: „Specially manufactured for…by Onkyo Corp. Japan“. Bei diesem Exemplar offenbar in Eile und daher schlampig etwas schief aufgeklebt. Leider hält der Kleber des Schildes bombenfest, so dass der Versuch, es gerade anzubringen, aufgegeben wurde.

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Ein Plattenspieler bekommt ein neues Kleid - Hitachi HT-550

von:  | Kategorie: Restaurationen

Hitachi ist kein großer HiFi-Hersteller, jedoch eigentlich zu Unrecht, denn die Ingenieure dieses riesigen Industriekonglomerats haben auch auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik etliche sehr bemerkenswerte Geräte erschaffen. Da gab es mal das Kassettendecks D-5500 (kaum zu übertreffen, egal von welchem anderen Modell), die MOS-FET-Endstufe HMA-7500 (ging in die Geschichte ein und ist bis heute beliebt) oder den Unitorque-Elektromotor-Antrieb im Jahr 1977, mit dem auch der hier vorgestellte HT-550 ausgestattet ist. Durch eine spezielle, sternförmig angelegte Spulenform mit kollektorfreiem Antrieb, erreichte man eine ruckfreien Vortrieb, den alle anderen Direct-Drive-Motoren sonst mit einem möglichst schweren Plattenteller ausgleichen (müssen).

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Komplette Restauration am Beispiel eines Pioneer SA-8500II

von:  | Kategorie: Restaurationen

Die Fragen werden immer wieder gestellt: „Lohnt sich das?“ oder „Was wird denn alles gemacht, bei einer Restauration?“ oder auch „Wieso ist das so teuer, wenn das Gerät an sich doch funktioniert?“. Ich will hier heute mal erläutern, was alles an einem Gerät so gemacht wird, wenn es zu uns zur Restauration kommt. Unter Restauration verstehen wir, ein Gerät möglichst wieder in einen neuwertigen Zustand zu versetzen. Es soll hernach wieder so klingen wie neu und auch so störungsfrei funktionieren wie neu und das alles möglichst lange. Dazu ist doch eine ganz Menge Arbeit notwendig, in diesem Beispiel hier einen gesamten, langen Arbeitstag (rund 10 Stunden).

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Sansui CA-3000 - der Vorverstärker aus der Definition-Baureihe

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Im Jahr 1975 rief der innovative Hersteller Sansui eine neue Baureihe ins Leben, die absolute Weltspitzenklasse darstellte, um damit Herstellern wie Accuphase und Pioneer mit der Exclusive-Serie die Stirn zu bieten. Sie nannten dies die Definition-Reihe. Sie bestand beim Start 1975 aus drei Geräten: dem Vorverstärker CA-3000 und zwei Endstufen BA-3000 und BA-5000. Später (1978) folgten dann kleinere Vorverstärker und Endstufen (CA- und BA-2000) und ab 1977 wurden die Voll-Verstärker  AU-9900, AU-11000 und AU-20000, sowie der Tuner TU-9900 ebenfalls zur Definition-Reihe gezählt. Im ersten Jahr jedoch waren es nur die drei Geräte CA-3000 und BA-3000 und 5000. Äußeres Kennzeichen dieser Baureihe sind die Blechgehäuse in dunkelrot.

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Harman-Kardon HK825 - ein Vorverstärker von 1985

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Dieser Vorverstärker wurde von Harman/Kardon im Jahr 1985 auf den Markt gebracht. Die Geräte dieses Modelljahres haben bei Hifi-Liebhabern einen sehr guten Ruf. Neben den Vollverstärkern PM625, 645, 655 und 665 gab es auch noch den Vorverstärker HK825 und die Endstufe HK870. Alle diese Modelle tauchen häufig auf den einschlägigen Plattformen auf und werden meist hochgelobt.

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Fisher CA-4500 und BA-4500 von 1978 Teil 1

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Die Marke Fisher, besser The Fisher Radio hatte in den USA einen ausgezeichneten Ruf für hervorragende Hifi-Produkte, gegründet 1945 von Avery Fisher, der unter anderem auch den Transistorverstärker erfand. Er verkaufte seine Firma 1969, da war er 63 Jahre alt und dachte an den Ruhestand, an den Klimanlagenhersteller Emerson. Der verkaufte jedoch die Marke wenige Jahre später weiter an Sanyo in Japan. Sanyo war ein sehr umtriebiger Hersteller mit vielen innovativen Ideen, der jedoch nie sein Billigimage  loswerden konnte. Dies sollte sich mit dem Erwerb der Marke Fisher ändern. Das klappte in den USA ganz gut, in Europa merkwürdigerweise jedoch nie so recht – obschon es dafür nicht den  geringsten Anlass gibt.

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Kenwood KA-907 - ein Bolide von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Als man bei Kenwood 1979 über eine neue Serie Vollverstärker mit dazu passenden Tunern nachdachte, musste nicht nur ein neues Design her, sondern auch eine technische Innovation, mit der man bei den Käufern punkten konnte. Im Design lösten nun matte Alufronten die bisher angebotenen gebürstenen und leicht glänzenden Fronten ab. Dies sollte den Geräten eine vornehme Eleganz verleihen, was durchaus gelang. Als technische Innovation setzte man auf sehr schnelle Signalverarbeitung und schrieb folgerichtig „High Speed DC Amplifier“ an die Fronten, wobei „high speed“ noch keine Definition darstellt – aber langsam waren die Verstärker ganz gewiss nicht, denn eine slew-rate von plus/minus 230V/µsec und einer rise-time von 0,8µsec können sich durchaus sehen lassen. So hieß die neue Verstärkerbaureihe KA- (für Kenwood Amplifier)  501, 701, 801 und 907. Weshalb der größte eine 7 bekam statt der 1, wird wohl ein Rätsel bleiben. Trotz seines stolzen Anschaffungspreises von 2.498,- DM wurde der KA-907 ein großer Erfolg. Er ist bis heute einfach eine eindrucksvolle Erscheinung und kann mit seinem riesigen Volume-Knopf, seinen satten 26kg Gewicht und seinen 2 mal 180 Watt sinus an 4 Ohm beeindrucken. Man findet ihn auch heute noch häufig angeboten, es gibt einfach ziemlich viele davon. Die allermeisten sind jedoch stark überholungsbedürftig, denn wenn ein 907 längere Zeit nur herumsteht, dann gammeln die Schaltkontakte außerordentlich kräftig. So auch bei diesem Exemplar hier. Zusätzlich gab es hinten noch eine eingedrückte Rückwand, was bei diesem Modell leider häufiger vorkommt, wenn Sie unsanft transportiert werden.

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Akai AA-930 - ein bemerkenswerter Receiver von 1973

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

1973 brachte der Tonbandgeräte- und Kassettendeck-Hersteller seine zweite Receiver-Baureihe heraus. Die erste (AA-6300 und AA-6600, sowie ein Quadro AS-8100) war nicht besonders erfolgreich, was wohl nicht zuletzt an dem unglücklichen Design lag. Nun wollte man alles besser machen und ließ sich vom befreundeten Hersteller Pioneer eine neue Serie gestalten. Die Modelle hießen dann AA-920, AA-930 und AA-940. Zusätzlich gab es noch einen großen Quadro-Receiver AS-980. Diese Modellreihe ist recht hübsch geraten, auffällig ist die oben angeschrägte Front, sowie die bereits von Pioneer bekannten Holzleisten an den Seiten der Frontplatte.

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