Jahresarchiv

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Pioneer SX-838 - der drittgrößte Receiver von 1974

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Den SX-838 habe ich schon vorgestellt, aber nun mache ich das mal etwas ausführlicher. Diese Baureihe von 1974 besteht aus den Modellen SX-434, 535, 636, 737, 838 und 939. Als Krönung gab es noch den SX-1010. Die Modelle können noch heute begeistern, da sie sehr robust und langlebig aufgebaut sind. Der heute vorgestellte SX-838 kostete 1974 stolze 2.160 DM und leistete dafür 2 mal 70 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 16,2 kg. Wer sich damals so etwas leisten konnte, war zu Recht dann stolz darauf.

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Marantz 6300 -Plattenspieler von 1976 mit einem zweiten Leben!

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Den Marantz 6300 hatten wir zwar schon zwei Mal im Laufe der Jahre hier vorgestellt, dieses Exemplar hier hat es dennoch verdient nochmals vorgestellt zu werden. Er hat nämlich ein zweites Leben bekommen und das kam so: der jetzige Besitzer erwarb den 6300, seinen absoluten Traumplattenspieler, in Frankreich über ebay. Er wurde recht günstig angeboten, daher schlug er zu und dachte sich, er lässt ihn bei uns aufmöbeln und dann ist schon alles gut. Leider war dem nicht so. Als ich den Plattenspieler auspackte strömte mir schon der typische Kellergeruch entgegen, so nach Kartoffeln, Mäusen und altem Staub. Der arme Plattenspieler wird wohl die letzten Jahre (etliche davon!) in einem Keller verbracht haben. An Funktionen gab es nur noch Teller dreht bei Power ON, sonst nix. Nach dem Abschrauben der Bodenwanne versperrten mir dicke Spinnennetze den Einblick in die Technik und etliche vertrocknete Kellerassel-Körper lagen im Inneren des Holzgehäuses herum. Nach der groben ersten Reinigung war ich dann sehr ernüchtert, weil die Blende am Tonarm (die die Endabschaltung besorgt) einfach fehlte, darüber hinaus bewegte sich der Hubmagnet für den Lift nicht mehr, genau so wenig wie die Liftstange selbst – alles saß fest. Dazu war sehr stümperhaft ein irrsinig dickes Tonkabel eingelötet worden, welches auch noch stark beschädigt und somit nicht mehr verwendbar war. Auch die Tonarmklemme war abgebrochen, die Headshell war ein Universal, nicht das richtige. Also erst einmal enttäuscht mit dem Besitzer telefoniert, der nicht weniger enttäuscht war, aber meinte, na dann müsste er halt den Marantz als reines Laufwerk nutzen – ohne Lift etwas mühselig, aber was sollte er machen… Dann war Feierabend und ich ging etwas bedrapst nach Hause.

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Yamaha M-60, eine fette Endstufe von 1984

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Schon seit 1978 hatte man bei Yamaha einzelne Endstufen im Programm, die trotz der enorm hohen Preise sich zunehmend erfolgreich verkauften. 1980 bekamen die Endstufen ein großes M als Namen, bis dahin hießen diese B. Die erste neue Baureihe bestand aus M-2 und M-4, wobei seinerzeit die kleinere Ziffer für das größere Modell verwendet wurde. 1984 führte  Yamaha eine neue Baureihe ein, drei Endstufen namens M-40, M-60 und M-80 – nun war die kleinste Ziffer auch das kleinste Modell. Die drei kosteten damals 998,- DM für die M-40 (ein echter Kampfpreis!), 1.498,- DM für die M-60 und 2.298,- DM für die große M-80. Diese drei Modelle wurden 1986 von den Endstufen M-45, M-65 und M-85 abgelöst. Alle diese erwähnten Endstufen erfreuen sich bis heute bei Liebhabern großer Beliebtheit und es werden dafür hohe Preise gezahlt.

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Pioneer A-60 - Vollverstärker von 1982

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Pioneer, einer der größten Hifi-Hersteller weltweit (jedenfalls in den 1970er und 1980er Jahren), brachte 1979 ein breites Verstärker-Angebot auf den Markt, welches sich später unter dem Namen „blaue Serie“ einen klangstarken Ruf erwarb. Die größten davon hießen SA-7800, SA-8800 und SA-9800 und sind noch heute unter Hifi-Freunden begehrt. Der Verkauf diese Baureihe war enorm.

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Yamaha B-2 - V-FET Endstufe von 1976

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Hört man den Ausdruck V-FET denkt man sofort an Sony. Die hatten 1974 mit der Vertikal-Feld-EffektTransistor-Technologie begonnen und wurden weltweit für die überragende Klangqualität gelobt. Aber auch Sansui, JVC und Yamaha hatten Geräte mit dieser Technologie im Programm. Yamaha mit zwei Modellen die B-1 und die B-2. Diese Endstufen sollten adäquate Endstufen zu den Vorverstärkern C-1 und C-2 sein. Die Modelle C-1 und B-1 waren so teuer und exklusiv, dass man diese so gut wie nicht findet, es waren superteure Modelle, die 37, bzw. 17 kg wogen und mit zusammen über 10.000 DM nahezu unbezahlbar waren. Mehr Absatz fanden die „kleineren“ B-2 und C-2, die jedoch auch der absoluten Spitzenklasse zuzuordnen sind. Ich stelle heute die Endstufe B-2 vor, die damals „nur“ 2.900,- DM kostete und „nur“ 26 kg wiegt. Aber mit 2 mal 140 Watt sinus an 4 Ohm ist sie leistungsstark genug und gilt in Kennerkreisen bis heute als einer der besten Endstufen ever. So konnte Yamaha davon rund 10.000 Stück verkaufen – in dieser Preislage wirklich beachtlich.

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Kenwood KA-7002 und KT-7001 - highend von 1971

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Im Jahr 1971 war Kenwood in Japan bereits ein angesehener Hifi-Hersteller, der bereits seit 1968 auf dem europäischen Markt vertreten war. Die Niederlassung befindet sich bis heute in Zaventem (nähe Brüssel). Im Jahr 1971 wurde die deutsche Kenwood GmbH gegründet und man suchte sich in jedem Bundesland nur wenige auserwählte Händler. So schaffte man sich einen exklusiven Ruf. Zu dieser Zeit gab es insgesamt vier Verstärker-Tuner-Kombinationen im Programm von Kenwood: KA-4002, KA-5002, KA-6000 und KA-7002, dazu die Tuner KT-2001 und KT-7001. Je höher die Nummer, desto teurer waren die Geräte. Die technische Spitzenstellung nahm die größte Kombination ein, die hier vorgestellt werden.

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Toshiba SA-504 Quadro-Receiver von 1972

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Hört man sich so unter Hifi-Freunden und -Kennern um, dann spielt der Hersteller Toshiba keine bedeutende Rolle am Markt der 1970er und 1980er Jahre. Das stimmt so aber nicht. Sehr bedeutende Innovationen kamen gerade von diesem Hersteller. Toshiba (das steht als Abkürzung für Tokyo Shibaura Denki) wurde bereits 1939 gegründet und tat sich im Laufe der Jahre mit einigen bedeutenden Neuerungen auf den Markt, so wurde 1968 auf der Hifi in Düsseldorf der erste optoelektronische Schallplatten-Abtaster CP-100 vorgestellt. Er wurde im Plattenspieler SR-50 verkauft, der auch einen speziellen Vorverstärker eingebaut hatte. 1974 folgte der weltweit erste Synthesizer-Tuner, das Modell ST-910. Unter dem Namen Aurex verkaufte Toshiba etliche, sehr hochwertige Hifi-Geräte, darunter auch sehr erfolgreich Mini-Anlagen. Aufsehen erregend war auch das große Hifi-Kassetten-Deck PC-6030 von 1974.

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Technics Vor- und Endstufe SU-9011 und SE-9021

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Einer der größten Hersteller von Elektroerzeugnissen Japans ist die Marke Matsushita, die sich 2008 auf Panasonic Corporation umbenannte. Panasonic war schon lange vorher der bekannteste Markenname der Firma. Man begann bereits 1918 mit Elektroartikeln und erweiterte konsequent und rasch das Angebot. Bereits 1945 (zum Ende des 2. Weltkriegs) hatte Matsushita 26.000 Mitarbeiter in 67 Gesellschaften, die alle zum Konzern gehörten. Man stellte in den 1950er Jahren hauptsächlich Hausgeräte her, auch schwarz-weiss-Fernseher (Lizenz Philips) wurden gebaut. 1964 stieg man unter dem Markennamen National auch in den boomenden Hifi-Markt ein. 1965 wurde ein neues Tochterunternehmen gegründet und erhielt den Namen Technics. Dieses Tochterunternehmen kümmerte sich nur noch um HiFi, selbst kleinere Stereoanlagen wurden weiterhin unter National oder Panasonic verkauft, nur höherwertige Geräte erhielten das Label Technics. Zwischen 1970 und 2002 erschienen hunderte von Geräten, von denen einige Weltruhm ernteten. 2016 wurde die Marke wiederbelebt und der am längsten produzierte Plattenspieler der Welt (SL-1210) neu aufgelegt.

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Kenwood KR-8050 - der größte Receiver von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Diesen Receiver wollten wir eigentlich ablehnen. Er wurde schon, bevor er zu uns kam, von einem mit dem Gerätebesitzer befreundeten Techniker bearbeitet. Da lagen dann ausgebaute Teile im Tütchen bei und es waren teilweise völlig artfremde Teile in das Gerät eingebaut. Etliche Verbindungstecker waren gezogen und das Gerät durch Entfernen der Hauptsicherung still gelegt. Das ist sehr dünnes Eis, auf das man sich begibt, wenn man so ein Gerät anfasst. Nach Rücksprache mit dem Besitzer war dieser dann doch bereit, alle möglichen Risiken zu bezahlen – die am Ende dann doch nicht ganz so schlimm waren, wie zunächst befürchtet. Er hatte den Receiver von einer rollenden Discothek übernommen, wo das Gerät in ein Flightcase eingebaut war. Der Besitzer hatte zunächst das Holzgehäuse und die Bodenplatte neu anfertigen lassen.

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