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Technics Vor- und Endstufe SU-9011 und SE-9021

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Einer der größten Hersteller von Elektroerzeugnissen Japans ist die Marke Matsushita, die sich 2008 auf Panasonic Corporation umbenannte. Panasonic war schon lange vorher der bekannteste Markenname der Firma. Man begann bereits 1918 mit Elektroartikeln und erweiterte konsequent und rasch das Angebot. Bereits 1945 (zum Ende des 2. Weltkriegs) hatte Matsushita 26.000 Mitarbeiter in 67 Gesellschaften, die alle zum Konzern gehörten. Man stellte in den 1950er Jahren hauptsächlich Hausgeräte her, auch schwarz-weiss-Fernseher (Lizenz Philips) wurden gebaut. 1964 stieg man unter dem Markennamen National auch in den boomenden Hifi-Markt ein. 1965 wurde ein neues Tochterunternehmen gegründet und erhielt den Namen Technics. Dieses Tochterunternehmen kümmerte sich nur noch um HiFi, selbst kleinere Stereoanlagen wurden weiterhin unter National oder Panasonic verkauft, nur höherwertige Geräte erhielten das Label Technics. Zwischen 1970 und 2002 erschienen hunderte von Geräten, von denen einige Weltruhm ernteten. 2016 wurde die Marke wiederbelebt und der am längsten produzierte Plattenspieler der Welt (SL-1210) neu aufgelegt.

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Kenwood KR-8050 - der größte Receiver von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Diesen Receiver wollten wir eigentlich ablehnen. Er wurde schon, bevor er zu uns kam, von einem mit dem Gerätebesitzer befreundeten Techniker bearbeitet. Da lagen dann ausgebaute Teile im Tütchen bei und es waren teilweise völlig artfremde Teile in das Gerät eingebaut. Etliche Verbindungstecker waren gezogen und das Gerät durch Entfernen der Hauptsicherung still gelegt. Das ist sehr dünnes Eis, auf das man sich begibt, wenn man so ein Gerät anfasst. Nach Rücksprache mit dem Besitzer war dieser dann doch bereit, alle möglichen Risiken zu bezahlen – die am Ende dann doch nicht ganz so schlimm waren, wie zunächst befürchtet. Er hatte den Receiver von einer rollenden Discothek übernommen, wo das Gerät in ein Flightcase eingebaut war. Der Besitzer hatte zunächst das Holzgehäuse und die Bodenplatte neu anfertigen lassen.

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Zwei weitere Sansuis aus Mathias Sammlung CA-606 und TU-666

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Kürzlich wurde bereits der fantastische Sansui CA-303 vorgestellt, noch halb Röhre, halb Transistor – hier nun, ebenfalls aus Mathias‘ Sammlung (weltweit eine der umfangreichsten Sansui-Sammlungen), der CA-606 von 1972. Ein ultraseltener Vorverstärker der damals kaum Konkurrenz zu fürchten hatte (höchstens Sonys TA-2000F, der aber rund das Doppelte kostete).

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Sansui CA-303 - ein Vorverstärker von 1968 mit Röhren

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

1968 war hifi-technisch noch nicht viel los am Markt, jedenfalls nicht in Deutschland. Holzreceiver der 2 mal 15 Watt-Klasse und sogar Musiktruhen in Stereo waren noch an der Tagesordnung. Hifi-Studios begannen gerade sich zu etablieren, meist jedoch mit ausländischen, sprich japanischen oder us-amerikanischen, Produkten. Da gab es Marken wie McIntosh oder auch Sony und Pioneer, aber sonst kannte man kaum Hifi-Marken.

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Sony TA-8650 - der große V-FET-Vollverstärker

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Im Jahr 1974 entwickelte man bei Sony neuartige Feldeffekttransistoren, die wegen des V-förmigen Gates den Namen V-FET-Transistoren erhielten. Auch andere Hersteller experimentierten mit dieser Sorte Transistoren und brachten sogar Geräte auf den Markt, in denen diese Endstufen-Transistoren zum Einsatz kamen. Yamaha, Sansui und JVC hatten Geräte mit V-FETs im Programm, in Deutschland bauten Backes und Müller zeitweise V-FET-Endstufen in ihre Aktivboxen ein. V-FET-Transistoren in der Endstufe klingen einfach genial, sind jedoch leider sehr empfindlich in der Schaltung, was für (im Vergleich) häufige Ausfälle sorgt. Dieser Umstand läutete auch das rasche Aussterben dieses Transistortyps ein – sie sind nach 1981 in Japan nicht mehr eingesetzt worden. Sony war mit Abstand der größte Anbieter von V-FET-Geräten, zwei Vollverstärker und etliche Endstufen gab es im Programm. Am häufigsten taucht der TA-5650 auf, der ein schwarzes baugleiches Pendant von Wega hatte, den V-4810. Vorgestellt wird hier der große Bruder TA-8650, der seltener ist und viel teurer war als der kleine Bruder. Er leistet 2 mal 100 Watt sinus an 8 Ohm und wiegt 20,8 kg.

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Sansui AU-9900 - Rettung war doch möglich!

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Über die großen Verstärker von Sansui habe ich schon mehrfach berichtet. Diese wundervollen Geräte, der Baureihe AU-9900, AU-11000 und AU-20000 wurden ab 1975 angeboten und sind bis heute geschätzt und begehrt und zwar ganz zu Recht. Heute möchte ich mal den kleinsten Vollverstärker der Großen vorstellen, den AU-9900. Immerhin leistet er 2 mal 90 Watt sinus an 8 Ohm und hat exakt die gleichen Abmessungen wie seine größeren Brüder. Auch das Design ist bis auf die umfangreichere Ausstattung identisch.

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Kenwood KR-5010 - ein Receiver von 1979

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen, Restaurationen

1979 war Kenwood einer ganz großen Anbieter im Hifi-Sektor. Diese Marke war, was die Absätze anbelangte, recht erfolgsverwöhnt. Nachdem man zuvor eine erfolgreiche Receiver-Baureihe (KR-3090, 4070. 5030 und 6030) sehr gut verkauft hatte, schob der Hersteller neuere Modelle nach, die deutlich kompakter gestaltet waren. Die Modelle hießen dann KR-2010, 3010, 4010 und 5010 – das größere Modell dieser Reihe, der KR-8010, erschien bereits im Juni 1978. Hier stelle ich den KR-5010 vor, der 1979 für rund 800,- DM verkauft wurde. Er leistet 2 mal 52 Watt sinus an 4 Ohm und wiegt 8,6 kg. Ich finde Geräte der unteren Preisklasse sollten auch mehr im Fokus des Interesses stehen, da diese doch erheblich häufiger verkauft wurden, als immer nur die größten und teuersten Geräte der Hersteller.

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Onkyo M-5090 - die Superendstufe von 1982

von:  | Kategorie: Gerätevorstellungen

Die Geräte der Marke Onkyo besaßen 1982 einen ganz hervorragenden Ruf. Anfang dieses Jahres hatte Onkyo erst die große Endstufe M-5060 vorgestellt, die sowohl in der Presse als auch bei Kunden großen Anklang fand. Kurze Zeit später schob Onkyo eine noch größere Endstufe nach – eine Endstufe der Superlative – die M-5090. Kostete die M-5060 bereits 2.150,- DM, verlangte Onkyo nun über das Doppelte, nämlich 4.500,- DM für die größere M-5090. Die Leistung (sinus an 4 Ohm) wuchs von 2 mal 256 Watt auf 2 mal 400 Watt. Das knapp 30kg wiegende Gerät ist hervorragend verarbeitet und für den sehr hohen Preis bekam der Käufer auf Wunsch ein kupferfarbiges Schild vorn unten links angeklebt, auf dem stolz verkündet war: „Specially manufactured for…by Onkyo Corp. Japan“. Bei diesem Exemplar offenbar in Eile und daher schlampig etwas schief aufgeklebt. Leider hält der Kleber des Schildes bombenfest, so dass der Versuch, es gerade anzubringen, aufgegeben wurde.

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Ein Plattenspieler bekommt ein neues Kleid - Hitachi HT-550

von:  | Kategorie: Restaurationen

Hitachi ist kein großer HiFi-Hersteller, jedoch eigentlich zu Unrecht, denn die Ingenieure dieses riesigen Industriekonglomerats haben auch auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik etliche sehr bemerkenswerte Geräte erschaffen. Da gab es mal das Kassettendecks D-5500 (kaum zu übertreffen, egal von welchem anderen Modell), die MOS-FET-Endstufe HMA-7500 (ging in die Geschichte ein und ist bis heute beliebt) oder den Unitorque-Elektromotor-Antrieb im Jahr 1977, mit dem auch der hier vorgestellte HT-550 ausgestattet ist. Durch eine spezielle, sternförmig angelegte Spulenform mit kollektorfreiem Antrieb, erreichte man eine ruckfreien Vortrieb, den alle anderen Direct-Drive-Motoren sonst mit einem möglichst schweren Plattenteller ausgleichen (müssen).

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