Ende der 1970er kamen auch große Einzelhandelsketten in den USA, wie z.B. J.C. Penney, die vorwiegend mit Textilien handelten, aber auch mit anderen Haushaltsgegenständen, auf die Idee "eigene" Hifi-Geräte anzubieten. Die Kette bestand bis in die 2020er-Jahre und ging letztlich während der Corona-Epidemie pleite, auch weil die Einkäufe sich immer mehr zum großen A verlagert hatten.
Die "Eigenmarke" nannte sich MCS wurde aber überwiegend von Technics (Panasonic, bzw. Matsushita), aber auch von anderen japanischen Anbietern produziert. Der hier vorgestellte Receiver 3275 von 1979 ist ein riesiges Gerät, fiel bei NEC vom Fließband (hieß dort AUR-8075) und fällt in erster Linie durch die beiden kanalgetrennten 5-Band-Equalizer auf. In der Mitte des Gerätes gibt es zehn Potis in einer Linie, in der Mitte zwei "DEFEAT"-Knöpfe und darüber insgesamt 50 LED, die die gewählten Stellungen anzeigen.
Darüber hinaus werden satte zwei mal 80 Watt sinus an 8 Ohm geboten bei nur 0,25% THD+N. Es gibt drei Zeigerinstrumente für Ausgangssignale und für Mehrwegeempfang. Zusätzlich noch eine rote LED-Kette für Rundfunk-Feldstärke. Es gbt zusätzlich Anschlüsse für zwei mal Phono und zwei mal Tape, sowie noch für Aux. Selbstverständlich kann man zwei Paar Lautsprecher anschließen. Das ganze ist ordentlich verarbeitet und kann sich mit üblichen Receivern wie von Pioneer, Kenwood oder Yamaha qualitativ messen.
Auf dem Markt ist das Gerät so selten wie eine blaue Mauritius (Briefmarke). Auch dieses Exemplar wurde aus den USA importiert und läuft ausschließlich mit 120 V. Schön, dass wir es vorstellen dürfen.


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