· 

AIWA AX-7550

1977 brachte die japanische Marke AIWA disen Receiver als Nachfolger des AX-7500 auf den Markt. Da die Veränderungen nur sehr gering waren, nannte man den Nachfolger AX-7550.

 

AIWA wurde 1951 gegründet und stellte anfangs nur Mikrofone her, aber nach Einführung der Musik-Cassette (1967) spezialisierte man sich als erster Hersteller Japans auf dieses Gebiet. SONY kaufte ab 1967 deswegen ständig Aiwa-Aktien bis man 1982 die Aktienmehrheit erreicht hatte. Von da an war AIWA eine SONY-Tochtergesellschaft. 2006 gab SONY diese Marke endgültig auf.

 

In der Zeit zwischen 1982 und 2001 war AIWA in bestimmten Bereichen äußerst erfolgreich. So wurden die später von SONY unter dem Namen "Walkman" angebotenen Geräte zuerst von AIWA entwickelt und verkauft. Schon 1980 verkaufte man einen kleinen tragbaren Kassettenrecorder (TP-S30) ohne Lautsprecher, er war komplett aus Metall gefertigt und sehr robust. In den 1990er-Jahren war AIWA Weltmarktführer im Bereich Kompaktanlagen (Doppel-Kassette + CD (Wechsler) + Receiver in einem würfelförmigen Gehäuse mit separaten Boxen), es wurden Millionen davon weltweit verkauft. Dennoch geriet die Marke 2001 in finanzielle Schwierigkeiten und musste sich von Sony zunächst retten lassen.

 

Der Receiver von 1977 ist schon von der Optik her ganz anders als die Konkurrenten. Auch die Ausstattung war anders als üblich, es gab zwei Tape-Anschlüsse, einer davon auch noch zusätzlich in DIN-Norm an der Front. Der Mirkofonanschluss an der Front war mittels Potentiometer zu jeder Quelle zuregelbar - für Karaoke! Die Ausgangsleistung betrug zu dieser Zeit übliche zwei mal 36 Watt sinus an 4 Ohm nach DIN. Kostenpunkt damals 998,- DM.

 

Sony bot zur gleichen Zeit den STR-7055 zum gleichen Preis an -  klar, dass der deutlich erfolgreicher war. Dafür ist der AIWA heute so selten zu finden, einen STR-7055 bekommt man dafür an jeder Ecke... 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0