Mit der Markteinführung Ende 1972 der Marke Yamaha in Deutschland kamen sehr außergewöhnliche Geräte in die Hifi-Studios. Recever gab es zwei: CR-500 und CR-700. Leider hatten diese nur DIN-Anschlüsse (auch für Lautsprecher), da die Japaner glaubten, wenn es hier schon abweichende Normen gibt, dann würden die Käufer auch nur solche Geräte kaufen wollen. Als dann 1974 die Nachfolger auf dem Markt erschienen (CR-400, 600, 800 und 1000) hatten diese zunächst immer noch die DIN-Buchsen, was jedoch rasch in der laufenden Produktion geändert wurde, so dass dann alle Yamaha-Receiver für Deutschland auch mit Cinchbuchsen ausgestattet waren.
Der hier vorgestellte CR-600 leistet immerhin zwei mal 45 Watt sinus an 4 Ohm nach DIN, hatte bereits zwei Phonoeingänge (beide MM), sowie ein zumischbarer MIC-Eingang und ein respektables FM/AM-Empfangsteil. Beim Abstimmen des Tuners gibt es eine automatische AFC, die über die Berührung des Senderwahlknopfes funktioniert. Anfassen = AFC aus, loslassen = AFC an - sehr praktisch. Neuartig war auch eine stufenlos einstellbare Loudness, die gleichzeitig eine Pegelbegrenzung beinhaltete - also je mehr Bassanhebung, desto leiser war die maximal erreichbare Lautstärke. Das ist sehr schlau, denn so kann man die Überlastung der Endstufen unter Umständen verhindern. Neu waren auch die Knebelschalter aus Aluminium. Beides (stufenlose Loudness und die Knebelknöpfe) beeinflusst die Yamaha-Geräte noch Jahrzehnte später. Aussen gab es ein schickes Holzgehäuse und eine völlig zeitlose Alu-Front ohne jeden Schnörkel, die Skala wirkt eher wie ein Rechenschieber. Das alles bot Yamaha
für einen sensationellen Preis von 1.098,- DM an.
Gebraucht sind diese soliden Receiver noch immer relativ preiswert erhältlich und dürfen somit als Geheimtipp gelten.


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Oliver (Samstag, 30 Dezember 2023 19:55)
Habe mir in einem Anflug von vordementer Sentimentalität den CR 600, ein paar Bose 301 und einen Lenco L78 Plattenspieler gekauft und bin gerade auf einer Zeitreise.
"Natural Sound" ist wirklich nicht übertrieben. Wunderschöner Klang, selbst bei leisem Betrieb. So klappt es auch mit den Nachbarn. �
Rainer (Samstag, 20 Januar 2024 18:29)
Habe noch einen der ersten cr600 aus 1975 in Betrieb ! Unschlagbar schöner Klang und unverwüstlich…
Chris (Samstag, 16 August 2025 15:53)
Habe ihn heute aus der Mottenküiste geholt und angeschlossen außer ein paar Lämpchen die nicht leuchten funktioniert er tadellos und klingt nach meinem Geschmack besser als der Denon AVR 1603 der mir gerade abgeraucht ist
Moritz (Dienstag, 10 März 2026 16:45)
Hi zusammen,
ihr scheint euch alle besser damit auszukennen als ich, von daher meine frage: ich habe einen cr600 ohne cinch sondern mit din anschlüssen. welche(n) adapter genau brauche ich um da cinch anschließen zu können? hättet ihr da vielleicht sogar einen link für mich?
wenn ich versuche es herauszufinden, kommt irgendwie nix vernünftiges/"vertrauenerweckendes" bei raus.
danke im voraus
Armin von good-old-hifi (Dienstag, 10 März 2026 16:48)
Kein Problem:
https://www.amazon.de/VITALCO-Adapter-Stecker-M%C3%A4nnlich-Weiblich/dp/B0DX7DWXLT?source=ps-sl-shoppingads-lpcontext&ref_=fplfs&psc=1&smid=AMQTAXEXPLPXB
Klaus (Donnerstag, 23 April 2026 20:52)
Hallo zusammen, ich bin neu hier und ich habe seit ein paar Tagen einen CR 600.
Da ich noch Philips MFB 544 besitze, möchte ich den Yamaha als Vorverstärker nutzen.
Habe das 5-polige Din-Kabel in den Pre-Out angestöpselt , der Coupler-Regler ist auf ON, es kommt aber kein Ton. Was läuft da falsch.
Vielleicht weiß jemand einen Rat
Danke im Voraus
Klaus
Armin von good-old-hifi (Freitag, 24 April 2026 09:00)
Für solche Fragen ist es stets besser uns eine email zu schreiben, anstatt hier einen Kommentar zu schreiben.
In diesem Fall muss der Schalter auf der Rückseite (COUPLER) auf OFF stehen. Es soll ja schließlich nicht verbunden werden, sondern getrennt!