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Denon PMA-700Z

1975 wechselte der Vertrieb von Marantz in Deutschland. Marantz gründete die Marantz Deutschland GmbH und der bisherige, überaus erfolgreiche Importeur Bolex, stand ohne diese für ihn wichtigen Produkte da. Man suchte in Japan einen mindestens würdigen Ersatz, ja besser noch eine hochwertigere Marke. Und man wurde fündig bei der Marke Denon, die schon seit 1951 Stereoanlagen herstellte.

Der Name Denon rührt von den japanischen Denki (= Elektrizität) und Onkyo (Klangharmonie) her, es gibt aber keine Verwandschaft zum Hersteller Onkyo Denki, lediglich die Namen sind sehr ähnlich. Man stellte schließlich auch ganz ähnliche Produkte her.

 

Im Programm von 1975 gab es drei Vollverstärker: Den kleinen PMA-350Z, den mittleren  PMA-500Z und den großen (hier vorgestellten) PMA-700Z. Diese Modelle konnten den bisher verkauften Marantz 1060, 1090 und 1120 locker paroli bieten. Lediglich der Marantz 1200 spielte in einer anderen Liga, war aber auch sehr teuer.

 

Der PMA-700Z bot neben vorzüglicher Verarbeitung auch ein Vielzahl von Eingängen: Neben zwei mal Aux und zwei mal Tape plus Tuner auch noch zweimal Phono. Wobei die Phono-Eingänge auch wahlweise leise MC-Systeme verstärken konnten. Diese Systeme sind halt eine Erfindung von Denon. Zudem schöpft er seine Leistung aus dem Vollen mit zwei mal 110 Watt an 4 Ohm nach DIN, kurze Impulse werden auch mit zwei mal 180 Watt noch verstärkt, dank eines großzügigen Netzteils. Zusätzlich findet man auf der Rückseite noch Pegelsteller für Aux und Tape, diese können also an das Phonosignal angepasst werden. Ebenso können die Klangsteller mit je zwei unterschiedlichen Einsatzfrequenzen angewendet werden. Anschlüsse für zwei Paar Lautsprecher und auftrennbar zwischen Vor- und Endstufe ist obligatorisch.

 

Das Ganze wurde vom Importeur Bolex hierzulande für 1.900,-DM angeboten - mit einer für den Fachhandel großzügigen Spanne. Das war vorher bei Marantz auch schon so, weshalb die Händler immer Marantz lobten und empfahlen. Marantz wollte aber nach 1975 mehr Geräte absetzen und senkte daher die Preise deutlich. Letztlich wurde dies zum Verhängnis und führte in die Pleite.

 

Denon  hingegen erarbeitete sich einen verdient guten Ruf - sogar noch bis heute. Lustigerweise mündeten beide Marken in einem amerikanischen Mischkonzern, der sich zunächst D & M nannte, eben für Denon und Marantz. Heute sind beide Marken unter dem Namensdach Harman im Besitz von Samsung gelandet. Was für eine verrückte Welt!


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